Dienstag, 3. Juli 2012

Von der Macht des geschriebenen Wortes

Basel.- In der Basler Papiermühle beginnt Mittwoch, 4. Juli 2012 um 18.30 Uhr, eine neue Veranstaltungsreihe unter der Überschrift «Schwarz auf Weiss. Von der Macht des geschriebenen Wortes». Martin Kluge, lic. phil I, Museologe MAS Basler Papiermühle, Schweizerisches Museum für Papier, Schrift und Druck. Hinter der Veranstaltungsreihe steckt ein Verein, der sich Flying Science nennt und der sich dem Vergnügen am Wissen und an der Wissenschaft verschrieben hat Konkret sind das zwei Köpfe: Carmen Bregy und Matthias Buschle. Carmen Bregy und Matthias Buschle wollen, dass die Wissenschaft mobil wird - raus aus den Institutionen und rein in die Köpfe, die Herzen und Hände der Leute. «Nur so verpassen wir alle nicht den Anschlussflug: die Wissensgesellschaft. Denn Wissen macht auch: nachdenklich, aufgeklärt, skeptisch, reflektiert, handlungsfähig, selbstständig, autonom, sozial, verantwortlich und, und, und...», sagen sie.

Deshalb laden sie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein, damit sie ihre Forschung, ihre Gedanken und Anregungen vorstellen können. Flying Science kümmert sich um dem passenden Rahmen: "Wir gehen an spezielle Orte, suchen Leute und Themen, wobei wir versuchen diese so vielfältig und interdisziplinär wie möglich anzugehen", heißt es auf der Homepage.

Die Vorträge der Gäste sind kurz - als Anstoß gedacht - um weiter zu denken, um darüber zu diskutieren, zu plaudern und vielleicht auch um selber weiter zu forschen. Die Kurzreferate dauern 20-30 Minuten, anschliessend kann entweder bei einem Apéro oder einer Suppe mit dem Gast geredet werden - also echte Dialoge können stattfinden. Die alten Griechen haben bei ihren Symposien ja auch philosophiert und dabei gegessen und getrunken.

Der Referent
Martin Kluge, lic. phil I, MAS Museologie, hat Musikwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte in Regensburg und Basel studiert und das Nachdiplomstudium Museologie mit MAS in Basel abgeschlossen. Seit 1997 arbeitet er in der Basler Papiermühle, derzeit als Leiter Wissenschaft und Vermittlung, als Teil der Geschäftsleitung. Seit 2000 wirkt er zudem als wissenschaftlicher Mitarbeiter (50%) im Pharmazie-Historischen Museum der Universität Basel. Kluge ist Vorstandsmitglied und Redakteur der Schweizer Papierhistoriker SPH. Er war massgeblich an der Ausarbeitung der neuen Dauerausstellung in der Basler Papiermühle beteiligt, somit auch an der Ausstellung zur Geschichte der Schrift und der Typographie. Gelegentliche Lehrtätigkeiten an der Uni Basel, im Rahmen des Nachdiplomstudiums Papierkurator oder als Dozent einer Übung am Historischen Seminar (Frühjahrssemester 2012).

Der Eintritt ist frei. Der Veranstaltungsort ist die Basler Papiermühle, Schweizerisches Museum für Papier, Schrift und Druck, St. Alban-Tal 37, Basel, www.papiermuseum.ch

Die Vortragsreihe
Schwarz
4 Kurzvorträge in der Basler Papiermühle, Schweizerisches Museum für Papier, Schrift und Druck, St. Alban-Tal 37, Basel
4. bis 25. Juli 2012, mittwochs um 18.30 Uhr
Die Kurzvorträge dauern 30 Minuten, anschliessend Apéro und Gespräch.
Eintritt frei.

«Abendliches Schwarz, dominierendes Schwarzweiss, elegantes Rot-Schwarz, klassisches Schwarzweiss, markantes Schwarzweiss, mattes Schwarz, rassiges Schwarz, rauchiges Dunkelgrau, romantisches Schwarz, schlichtes Schwarz, strenges Schwarz, sündiges Schwarz, zartes Silbergrau.» Zugegeben, die «Vogue» ist jetzt nicht das wissenschaftliche Nachschlagewerk schlechthin, aber diese scharf beobachteten Beschreibungen von Schwarz lassen einen den Hut ziehen. Schön zeigt die Aufzählung, dass schwarz nicht gleich schwarz ist, dass der Kontext auf die Farbe abstrahlt (abendlich, dominierend, rassig, klassisch). Es beeinflusst also nicht nur die Farbe den Träger, sondern auch der Träger und sein Umfeld die Farbe.

Viermal widmen wir «Schwarz» einen Abend. Und das in einem Traditionshaus der Schwarzen Kunst: in der Basler Papiermühle, dem Schweizerischen Museum für Papier, Schrift und Druck. Es soll um die Technik, den Nutzen, die Verwendung in der Natur, die Bedeutung und die Auswirkungen von Schwarz gehen. Eingeladen sind ein Historiker, ein Zoologe und Evolutionsbiologe, eine Modewissenschaftlerin und eine Philosophin. Und an jedem der vier Abende halten wir es mit dem guten, alten Goethe, der uns hinter die Ohren – mit schwarzer Tinte – schreibt: «Denn was man schwarz auf weiss besitzt / Kann man getrost nach Hause tragen.» (Faust I, Studierstube)


4. Juli 2012, 18.30 Uhr
Martin Kluge, lic. phil. / Museologe MAS, Basler Papiermühle,
Schweizerisches Museum für Papier, Schrift und Druck
Schwarz auf Weiss. Von der Macht des geschriebenen Wortes


11. Juli 2012, 18.30 Uhr
Prof. Dr. Annemarie Pieper
Tunnelblick und schwarze Seele. Der unaufgeklärte Mensch in der Philosophie


18. Juli 2012, 18.30 Uhr
Dr. Margret Ribbert, Historisches Museum Basel
Schwarze Kleidung: Ein buntes Kapitel der Mode


25. Juli 2012, 18.30 Uhr
Prof. Dr. Josef H. Reichholf, Zoologe, Evolutionsbiologe und Ökologe, TU München, ehemaliger Leiter der Wirbeltierabteilung der Zoologischen Staatssammlung in München
Gefährliches Schwarz, intelligentes Schwarz: Vorurteile aus unserer ‹Sicht› der Natur und warum es sie gibt

Weitere Infos
Wegbeschreibung:
Zu Fuss: Ab Bahnhof SBB: 15–20 Minuten via St. Alban-Vorstadt–Mühleberg–St. Alban-Rheinweg–
Rheinpromenade–Café Papiermühle–Papiermuseum.

Öffentliche Verkehrsmittel: Ab Bahnhof SBB: Tram Nr. 2 Richtung Eglisee bis Station Kunstmuseum, dann zu Fuss. Spaziergang ab Station Kunstmuseum: 5–7 Minuten via St. Alban-Vorstadt–Mühleberg–St. Alban-Rheinweg–Rheinpromenade–Café Papiermühle–Papiermuseum.

Das nächste Thema: ‹Zahlen›, 15. August bis 5. September 2012, Statistisches Amt Basel-Stadt

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