Dienstag, 19. Oktober 2010

Achtmal Hebel

Das Freiburger Multitalent Martin Schley feiert am 22. Oktober bei einem Auftritt den 250. Geburtstag von Johann Peter Hebel. Fotoquelle; Kulturamt Weil am Rhein

Weil am Rhein.- Acht Veranstaltungen an elf ungewöhnlichen Orten - der 250. Geburtstag von Johann Peter Hebel wird in Weil am Rhein so gefeiert, dass die Intimität der Kalendergeschichten auch so verstanden werden kann wie Arnold Stadlers Zitat: "Hebels Heimat ist die Welt". Zwei Beispiele für die Örtlichkeiten, die Elke Fischer für uns fotografiert hat, sind der Biedermeier-Saal im Gasthaus "Hirschen" in Haltingen, in dem einst Jacob Burckhardt oder Friedrich Nietzsche saßen und der private Gewölbekeller eines Musikers aus Ötlingen. Oberbürgermeister Wolfgang Dietz liest unter anderem Wirtshausgeschichten von Hebel, musikalisch begleitet von den "Backfischen" aus Arlesheim, die Basler Autorin Helen Liebendörfer liest aus ihrem neuen Hebel-Buch im Ötlinger Gewölbekeller, begleitet von drei Musikern aus der Regio. Im Eintrittspreis sind jeweils Getränke und Markgräfler Speisen enthalten. Weitere Orte sind das Weingut Frey in Altweil, die Raumfabrik Weil in Friedlingen, der historische Meierhof aus dem 17. Jahrhundert am Mühlenrain und andere....

Im Biedermeier-Saal des historischen Gasthauses Hirschen in Haltingen, das auf eine über 250-jährige Tradition zurückblicken kann, wird am Samstag, den 23. Oktober um 20 Uhr Oberbürgermeister Wolfgang Dietz Kalendergeschichten von Johann-Peter Hebel lesen, die sich vor einer gern gewählten Kulisse des Dichters abspielen: dem Wirtshaus als früherem Kommunikationsort, als Stelldichein von Schelmen, ehrbaren Bürgern und honorigen Außenseitern. Ab 19:30 Uhr kann man dort einen Apéro und ein typisches Markgräfler Abendessen genießen - mit Suppenfleisch, Meerrettichsoße, Bouillonkartoffeln und Preiselbeeren. Die Musikgruppe "Backfische" aus Arlesheim erzeugt passende Stimmungen dazu, das Ensemble hat unter anderem die regelmäßig veranstaltete "Bühnete" begründet; die Vollblutmusiker Bruno Brandenberger (Bass), Philipp Iberg (Chalumeau) und Judith Kühn (Akk) beherrschen die unterschiedlichsten Stilrichtungen von osteuropäischer Volksmusik bis zu klassischen Akzenten, die humorvoll kommentiert werden.Wegen des Abendessens werden Karten nur im Vorverkauf bei der Buchhandlung zu € 20,- angeboten. Darin sind Essen und Getränke enthalten.

Normalerweise kommen nur Freunde in den Genuss, im schönen fast 300 Jahre alten Gewölbekeller der Familie Kolz an der Dorfstraße 89 in Ötlingen zu tafeln. Jetzt öffnet sich der Keller am Freitag, den 22. Oktober für einen abwechslungsreichen Abend mit der Baslerin Helen Liebendörfer und dem Hausherrn und Musiker Hansi Kolz nebst musikalischen Freunden. Die Besucher des Abends treffen sich aber zunächst um 19 Uhr auf der Aussichtsterrasse bei der St.Galluskirche zu einem Apéro, um den Blick auf Basel zu genießen. Helen Liebendorfer ist nämlich bekannt als Stadtführerin und Dozentin an der Volkshochschule Basel.

Mit großer Liebe und Begeisterung zeigt sie die Besonderheiten und versteckten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Mit ihrem Buch "Spaziergang in Basel mit Johann Peter Hebel" hat sie einen wesentlichen Beitrag zum Hebel-Jahr geleistet. Anschließend gehen die Besucher gemeinsam 250 Meter durch das Art-Dorf in den historischen Gewölbekeller gegenüber dem Gasthaus Ochsen. Dort liest Helen Liebendörfer aus ihrem Buch, plaudert über Hebel, während der Musiker Hansi Kolz mit Saxophon und Klarinette gemeinsam mit Jana und Horst Wedekind bei Wein, Schmalz- und Butterbrot musikalische Akzente setzt. Der Eintrittspreis von € 15,- gilt inklusive Getränken und Speisen. Die Karten können bei der Buchhandlung Müller erworben werden.

Zwei Veranstaltungen im Friedlinger Gebäude der Architektur-Weltstars Jacques Herzog und Pierre de Meuron bieten am Freitag und Samstag, den 22. und 23. Oktober einen Zugang zur Aktualität des Dichters Johann Peter Hebel in einer ungewöhnlichen Umgebung an: bekannte Sänger, Kabarettisten und Jazzmusiker zeigen, wie zeitlos Gedichte und TExte von Hebel geblieben sind. Jeweils um 20 Uhr gibt es in der Riedlistraße 41 auch Getränke und Häppchen, die im Eintrittspreis inbegriffen sind. Karten gibt es im Vorverkauf bei der Buchhandlung Müller, Telefon 74090.

Für 18,- Euro inkl. Wein, Wasser, Häppchen kann man am Freitag die Elsässer Chansonnière Colette Greder, begleitet von dem "ukrainischen Alemannen" Andrei Ichtchenko am Akkordeon erleben, dann das Freiburger Multitalent Martin Schley und den Schweizer Liedermacher Max Mundwiler. Hebel bei Wein und Häppchen mit Chansons, Gedichtvorträgen und kabarettistischen Einlagen: mit spitzem Humor und spannendem gesellschaftskritischem Hintergrund, "de Johann Peter Hebel losst grieße" heißt der Abend denn auch.

Am Samstag, den 23. Oktober, kommt das Jazztrio Roman Rothen in die Raumfabrik. "Johann Peter Hebel - ein gnitzer Typ" lautet der Titel des Abends: Jazz und Poesie mit Roman Rothen - (Kontrabass/Konzept/Komposition), Harald Schwiers - Stimme) und Melanie Huber (Klarinette); dazu zeigt Rolf Renk den 20-minütigen Film "Die Wiese". (gleicher Preis). Literatur und Jazz verschmelzen zu einem bemerkenswerten Projekt. Roman Rothens Kompositionen lassen einen leichtfüßigen, von sanftem Basspuls getragenen Swing neben zarten Klarinetten-Arpeggien und der melodischen Leichtigkeit und Schmeichelei einer badischen Musette erklingen.

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