Freitag, 11. März 2011

Vier große Schenkungen und eine neue Reihe

Zürich.- Das Zürcher Museum für Gestaltung freut sich über vier große Schenkungen und stellt die Neuzugänge nach und nach vor.Mit dem Eingang grosser Teile des Firmenarchivs des Schweizer Möbelherstellers Embru, der Sicherung des Vorlasses des Typografen Wolfgang Weingart, dem Archiv des Textildesigners Erich Biehle sowie einer kapitalen Schenkung der japanischen Plakatmeister Fukuda, Tanaka und Nagai können wesentliche Sammlungszugänge vermeldet werden. Diese Schenkungen sind nun Teil der reichen Sammlungsbestände, von denen inzwischen über 47.000 Objekte online unter www.emuseum.ch einsehbar sind (knapp zehn Prozent). Dank seinen Sammlungen (Design, Grafik, Plakat und Kunstgewerbe) und seiner regen Ausstellungs- und Forschungstätigkeit hat das Museum für Gestaltung Zürich seine Position als schweizerisches Kompetenzzentrum für Gebrauchsgrafik und Design weiter gefestigt. In einer neuen Ausstellungsreihe „Neu in der Sammlung“ werden nun künftig solche bedeutenden Sammlungseingänge vorgestellt. Den Anfang macht seit 9. März bis 3. April: „Reklame für Möbel – Das Archiv der Embru-Werke“.

Reklame für Möbel – Das Archiv der Embru-Werke
Das Reklamearchiv des Möbelherstellers Embru ist wohl eines der best erhaltenen Firmenarchive der Schweiz: Die dort aufbewahrten Objekte sind für die Schweizer Designgeschichte, insbeson- dere für die Zeit der Moderne von 1930 bis 1940, von unschätzbarem Wert. Nicht nur die Werk- und Werbebilder von Hans Finsler oder Michael Wolgensinger sind erhalten, sondern auch die Handretouschen dieser Fotografien durch den Grafiker Pierre Gauchat. Oder die ersten Andrucke, die Druckclichées und natürlich jeder einzelne Katalog zur Präsentation der Möbel von Marcel Breuer, Werner Max Moser oder Flora Steiger-Crawford. Embru hat sich entschlossen, viele dieser bedeutenden Dokumente dem Museum für Gestaltung Zürich als Schenkung zu überlassen. Die Ausstellung „Reklame für Möbel - Das Archiv der Embru-Werke“ ermöglicht der Öffentlichkeit nun, einen Blick auf die reiche Geschichte des Mö- belherstellers zu werfen. Das Reklamematerial ist zusammen mit den entsprechenden Möbeln aus der Designsammlung zu sehen. Dank dieser grosszügigen Schenkung lässt die Ausstellung aus der Reihe "Neu in der Sammlung" somit Möbel- und Werbegeschichten von den ersten Entwürfen bis hin zum fertigen Katalog nachzeichnen. Gleichzeitig zur Ausstellung erscheint die Pub- likation „Über Reklame“, herausgegeben von Peter Lepel und Oliver Spies/Embru-Werke AG, Rüti.

Reklame für Möbel – Das Archiv der Embru-Werke
Das Reklamearchiv des Möbelherstellers Embru ist wohl eines der best erhaltenen Firmenarchive der Schweiz: Die dort aufbewahrten Objekte sind für die Schweizer Designgeschichte, insbesondere für die Zeit der Moderne von 1930 bis 1940, von unschätzbarem Wert. Nicht nur die Werkund Werbebilder von Hans Finsler oder Michael Wolgensinger sind erhalten, sondern auch die Handretouschen dieser Fotografien durch den Grafiker Pierre Gauchat. Oder die ersten Andrucke, die Druckclichées und natürlich jeder einzelne Katalog zur Präsentation der Möbel von Marcel Breuer, Werner Max Moser oder Flora Steiger-Crawford. Embru hat sich entschlossen, viele dieser bedeutenden Dokumente dem Museum für Gestaltung Zürich als Schenkung zu überlassen. Die Ausstellung „Reklame für Möbel Das Archiv der Embru-Werke“ ermöglicht der Öffentlichkeit nun, einen Blick auf die reiche Geschichte des Möbelherstellers zu werfen. Das Reklamematerial ist zusammen mit den entsprechenden Möbeln aus der Designsammlung zu sehen. Dank dieser grosszügigen Schenkung lässt die Ausstellung aus der Reihe "Neu in der Sammlung" somit Möbelund Werbegeschichten von den ersten Entwürfen bis hin zum fertigen Katalog nachzeichnen. Gleichzeitig zur Ausstellung erscheint die Publikation „Über Reklame“, herausgegeben von Peter Lepel und Oliver Spies/Embru-Werke AG, Rüti.

Das Archiv des Gestalters und Lehrers Wolfgang Weingart
Wolfgang Weingart schenkt dem Museum für Gestaltung Zürich sein privates Archiv, das neben den eigenen Arbeiten auch Studentenarbeiten umfasst. Das bereits sortierte und klassierte Archiv wurde am 12. Februar in die Grafiksammlung des Museums überführt. Es wird der Öffentlichkeit in einer späteren Ausstellung präsentiert und nach der wissenschaftlichen Aufarbeitung online unter www.emuseum.ch aufgeschaltet. Wolfgang Weingart gilt als „enfant terrible“ der modernen Schweizer Typografie. Ende der 1960er Jahre distanzierte er sich vom etablierten Swiss Style und schlug neue experimentelle Wege ein. Zuerst reizte er die gestalterischen Möglichkeiten des Bleisatzes aus, dann nahm er mit seinen Film-Collagen das digitale Sampling vorweg. Weingart unterrichtete während über 30 Jahren Typografie an der Weiterbildungsklasse der Schule für Gestaltung in Basel. Seine Studenten kamen aus der ganzen Welt. Zu den berühmtesten zählt April Greiman, Begründerin des kalifornischen New Wave.

Das Archiv des Textildesigners Erich Biehle
Erich Biehle, der bereits durch sein Studium bei Johannes Itten mit der Institution verbunden ist, hat sein gesamtes persönliches Archiv der Designsammlung des Museum für Gestaltung Zürich übergeben. Die Donation umfasst Stoffentwürfe, Vordrucke, Foulards und Dokumente im Zusammenhang mit seiner Arbeit für namhafte Labels wie Yves Saint Laurent, Givenchy, Lanvin oder Abraham. Weil sich die Designsammlung speziell für Entwurfsprozesse interessiert, stellt das Archiv Biehle im Kontext von Vermittlung und Forschung einen besonderen Wert dar. Die hohe gestalterische Qualität der Dessins, die Dokumentation von Produktionsschritten und die internationale Vernetzung mit wegweisenden Modehäusern machen die Schenkung einzigartig. Mit der Unterstützung der Zürcherischen Seidenindustrie-Gesellschaft konnte Erich Biehle seine Donation inventarisieren und damit optimal für die Erfassung in die Datenbank vorbereiten.

Japanische Plakate
Das Museum für Gestaltung Zürich durfte eine umfangreiche Donation der DNP Foundation for Cultural Promotion sowie des Tanaka Ikko Design Studio, von Shizuko Fukuda und Kazumasa Nagai entgegennehmen. Mit rund 1200 Plakaten der drei berühmten Grafiker Ikko Tanaka (1930-2002), Shigeo Fukuda (1932-2009) und Kazumasa Nagai (geb. 1929) werden die vorhandenen Bestände wertvoll ergänzt. Die Donation wird in den kommenden Jahren wissenschaftlich erschlossen und fotografiert und damit einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Japanisches Grafikdesign hat sich seit den 1960er Jahren kontinuierlich entwickelt und behauptet heute einen hervorragenden Platz in der internationalen Plakatgeschichte. Die Plakatsammlung des Museum für Gestaltung Zürich gehört zu den wichtigsten Archiven dieses Mediums weltweit. Sie verfügt bereits über bedeutende Bestände an japanischen Plakaten, die in den Ausstellungen „Kirei – Plakate aus Japan 1978-1993“ (1993) und „Japanische Plakate – heute“ (2006) gewürdigt wurden.

Ausstellung:
9. März bis 3. April 2011
Plakatraum - Museum für Gestaltung Zürich, Limmatstr. 55, Zürich
Öffnungszeiten:
Dienstag–Freitag und Sonntag 13–17 Uhr, Eintritt frei
Projektleitung: Christian Brändle, Direktor Museum für Gestaltung Zürich

Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60, CH-8005 Zürich
Telefon +41 (0)43 446 67 67
Fax +41 (0)43 446 45 67
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