Dienstag, 10. Mai 2011

Drei Premieren

Zürich.- Für den 13., 14. und 17. Mai meldet das Schauspielhaus Zürich die Premieren von Thomas Jonigks Stück TÄTER, René Polleschs FAHRENDE FRAUEN und Händl Klaus’ DUNKEL LOCKENDE WELT. In TÄTER macht sich - gemeinsam mit den Opfern von Kindesmissbrauch - der Zuschauer auf eine groteske, schmerzhafte und immer wieder überraschend komische Reise, in der Opfer wie Täter zu Wort kommen. FAHRENDE FRAUEN ist eine Fortsetzung von ,Calvinismus Klein' insofern, als dass sich die Themen von Polleschs Stücken von Wirkungsstätte zu Wirkungsstätte weiterentwickeln. Zwei Schauspieler – Frank Seppeler und Aurel Manthei - und der Musiker Pascal Destraz begegnen sich mit dem Text DUNKEL LOCKENDE WELT in einem tragikomischen Rollenspiel.

Die Premieren:

TÄTER
von Thomas Jonigk
Regie: Daniela Löffner
Premiere: Freitag, 13.5.2011, 20 Uhr, Schiffbau/Box

In Thomas Jonigks brisantem Stück TÄTER zum Thema Kindesmissbrauch (uraufgeführt 1999) begibt sich der Zuschauer gemeinsam mit zwei Opfern in eine durch Machtmissbrauch, Verleugnung und emotionale Not gekennzeichnete (Familien-) Welt. In einer Inszenierung von Daniela Löffner, die sich in der vergangenen Spielzeit mit der Uraufführung von Anne Nathers Stück „Im Wald ist man nicht verabredet“ dem Zürcher Publikum vorstellte, wird TÄTER ab dem 13. Mai in der Box des Schiffbaus zu sehen sein.
Am 22. Mai findet in der Box des Schiffbaus ein Gespräch der Dramaturgin Katja Hagedorn mit dem Psychiater Dr. Werner Tschan – spezialisiert auf sexuellen Missbrauch in professionellen Beziehungen – über das Phänomen des Missbrauchs in Institutionen, Machtverhältnisse, Grenzverletzungen und Möglichkeiten der Prävention statt. Die Eintrittskarte jeder TÄTER-Vorstellung berechtigt zum kostenlosen Besuch des Gesprächs.
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TÄTER
von Thomas Jonigk
Regie: Daniela Löffner
Premiere: Freitag, 13.5.2011, 20 Uhr, Schiffbau/Box
In Thomas Jonigks brisantem Stück TÄTER zum Thema Kindesmissbrauch
(uraufgeführt 1999) begibt sich der Zuschauer gemeinsam mit zwei
Opfern in eine durch Machtmissbrauch, Verleugnung und emotionale Not
gekennzeichnete (Familien-) Welt. In einer Inszenierung von Daniela
Löffner, die sich in der vergangenen Spielzeit mit der Uraufführung
von Anne Nathers Stück „Im Wald ist man nicht verabredet“ dem Zürcher
Publikum vorstellte, wird TÄTER ab dem 13. Mai in der Box des
Schiffbaus zu sehen sein.
Petra wird seit Jahren von ihrem Vater missbraucht; ihre Mutter sieht
weg. Paul wird zum Opfer seiner übergriffigen Mutter, doch niemand
nimmt ihn ernst. Das Schicksal, das die beiden Kinder teilen, führt
sie zusammen: Zu zweit versuchen sie mehr oder weniger erfolgreich,
die durch ihre Eltern erfahrene Gewalt zu verarbeiten und zu stoppen.
Die Täter zur Rede zu stellen ist erst nach vielen Ansätzen möglich,
denn Scham, Schuldzuweisungen und Sprachlosigkeit sind nur schwer zu
überwinden.
Gemeinsam mit den Opfern macht sich der Zuschauer auf eine groteske,
schmerzhafte und immer wieder überraschend komische Reise, in der
Opfer wie Täter zu Wort kommen. Sichtbar wird eine mit Tätern und
Opfern durchsetzte Welt und eine Gesellschaft, die sich durch
Machtmissbrauch, Verleugnung und emotionale Defizite auszeichnet.
Thomas Jonigk, Autor und Dramaturg am Schauspielhaus Zürich, hat sich
in seinem 1999 am Schauspielhaus Hamburg uraufgeführten Stück „Täter“
eines Themas angenommen, das in den letzten Jahren auch durch die
Vielzahl und Brutalität der Missbrauchsfälle in Schulen, Kirchen und
Betreuungseinrichtungen stark ins Bewusstsein der Öffentlichkeit
gerückt ist.
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Daniela Löffner begann ihre Arbeit am Theater 2003 als Regie-
assistentin am Theater Freiburg. 2006 wechselte sie mit Amélie
Niermeyer ans Düsseldorfer Schauspielhaus und assistierte u.a. bei den
Regisseuren Jürgen Gosch und Volker Lösch. Ihre erste eigene
Inszenierung realisierte sie 2007 mit „Der Kissenmann“ von Martin
McDonagh in Düsseldorf. Dort brachte sie im gleichen Jahr auch Kanns
Stück „Piaf. Keine Tränen“ zur Uraufführung, 2009 dann „Verlassen“ von
Tina Müller. 2010 inszenierte sie Ibsens „Wildente“ am Düsseldorfer
Schauspielhaus und „Bleib mein schlagendes Herz“ am Schauspiel
Frankfurt. Seit Beginn der Spielzeit 2010/11 arbeitet Daniela Löffner
als Hausregisseurin am Staatstheater Braunschweig. In Zürich
inszenierte Daniela Löffner in der letzten Spielzeit Anne Nathers „Im
Wald ist man nicht verabredet“.
Begleitveranstaltung:
SEXUELLER MISSBRAUCH IN INSTITUTIONEN
Die Dramaturgin Katja Hagedorn im Gespräch mit dem
Psychiater Werner Tschan
Sonntag, 22.5.2011, 18 Uhr, Schiffbau/Box
Begleitveranstaltung zu TÄTER:
Am 22. Mai findet in der Box des Schiffbaus ein Gespräch der
Dramaturgin Katja Hagedorn mit dem Psychiater Dr. Werner Tschan –
spezialisiert auf sexuellen Missbrauch in professionellen Beziehungen
– über das Phänomen des Missbrauchs in Institutionen,
Machtverhältnisse, Grenzverletzungen und Möglichkeiten der Prävention
statt. Die Eintrittskarte jeder TÄTER-Vorstellung berechtigt zum
kostenlosen Besuch des Gesprächs.
Weitere Vorstellungen im Schiffbau/Box:
15./ 29. Mai, jeweils 19 Uhr
16./ 22./ 23./ 26./ 27./ 28. Mai, jeweils 20 Uhr
weitere Vorstellungen im Juni 2011 sind in Planung

FAHRENDE FRAUEN
von René Pollesch (Uraufführung)
Regie: René Pollesch
Premiere: Samstag, 14.5.2011, 20 Uhr, Pfauen

In den Arbeiten von René Pollesch verbinden sich stets persönliche und politische Fragestellungen mit theatralischem Nonsens. Nachdem in der vergangenen Spielzeit seine Inszenierung „Calvinismus Klein“ am Schauspielhaus Zürich zu sehen war, feiert am 14. Mai im Pfauen Polleschs neues Stück FAHRENDE FRAUEN mit Carolin Conrad, Lilith Stangenberg und Franz Beil im Pfauen Premiere.
Weitere Vorstellungen im Pfauen:
17./ 18./ 20./ 24. Mai, jeweils 20 Uhr
2. Juni, 20 Uhr
weitere Vorstellungen im Juni 2011 sind in Planung

DUNKEL LOCKENDE WELT
von Händl Klaus
Regie: Mélanie Huber
Premiere: Dienstag, 17.5.2011, 20.30 Uhr, Pfauen/Kammer

DUNKEL LOCKENDE WELT beginnt mit einer Abschiedsszene, die gleichzeitig die einer Annäherung sein könnte. In einem Reigen treffen der Vermieter Joachim, die junge Kieferchirurgin sowie ihre finnische Mutter jeweils in Zweierkonstellationen aufeinander. Gegenstand der Dialoge ist stets das Abwesende. Die Figuren kämpfen um die Sprache und damit um ihre Identität und gegen das Verschwinden.
Weitere Vorstellungen im Pfauen/Kammer:
18./ 20./ 21. Mai, jeweils 20.30 Uhr
22. Mai, 19.30 Uhr
weitere Vorstellungen im Juni 2011 sind in Planung

www.schauspielhaus.ch

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