Montag, 22. August 2011

Zur abwesenden Anwesenheit.



Basel/Münchenstein.- Das Haus für elektronische Künste widmet sich der Kunst, die Medientechnologie einsetzt und die gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Seiten unseres alltäglichen Gebrauchs von „Elektronik“ reflektiert – denn unser Alltag ist durchdrungen von Medien und Technologie. Die Ausstellung „Together in Electric Dreams“ steht exemplarisch für dieses Selbstverständnis. Sie beschäftig sich mit einem grundlegenden Zustand unseres elektronischen Lebens: der abwesenden Anwesenheit. Ob wir telefonieren, Live-Sendungen hören oder schauen, chatten, skypen, streamen, webcambilder anschauen - wir begeben uns in das Zwischengebiet der abwesenden Anwesenheit. Wir sind gemeinsam anwesend in einem Kommunikationsraum, teilen einen Wahrnehmungraum, und befinden uns gleichzeitig an unterschiedlichen Orten.
Kuratiert von Raffael Dörig

Anlässlich der aktuellen Ausstellung Together in electric dreams. Abwesende Anwesenheit werfen Hansmartin Siegrist, Regine Buschauer und Andreas Blättler aus Sicht der Medien- Kunst- und Filmwissenschaft einen Blick auf die Thematik der abwesenden Anwesenheit.

Dr. Hansmartin Siegrist - ...such stuff as dreams are made on - Visionen vom träumenden Medium: Der späte Shakespeare als Medienkünstler - und was spätere Medienkünstler daraus machten: Hansmartin Siegrist skizziert in seinem Filmvortrag an einer Kernstelle von Shakespeare und ihren diversen filmischen und videografischen Emulationen eine Vorgeschichte der audiovisuellen An-und-Abwesenheitsmodi.

Dr. Hansmartin Siegrist ist Film- und Medienwissenschaftler, Dozent am Institut für Medienwissenschaft der Universität Basel sowie Mitinhaber der Visavista AG für audiovisuelle Kommunikation.

Zu Dr. Regine Buschauer und Dr. des. Andreas Blättler - Are you (tele)-phony?; Tele-Medien wie das Telefon sind seit jeher Medien auch geisterhafter An- und Abwesenheit - von technischen Mutationen und phonischen Virtualisierungen bis hin zu zellulären Vernetzungen und Verstrickungen. Regine Buschauer und Andreas Blättler loten Beziehungen, Formen und Irritationen der Fern-Präsenz aus und passieren dabei die Grenzen von Kunst, Politik und medialem Alltag.

Dr. Regine Buschauer ist Postdoktorandin am Institut für Medienwissenschaft der Universität Basel und Lehrbeauftragte an verschiedenen Hochschulen.
Dr. des. Andreas Blättler ist Medien- und Kunstwissenschaftler und Kurator bei Rua Madalena Project (Lissabon).
Gemeinsam sind sie Mitherausgeber der interdisziplinären Publikation Dis Connecting Media zu Technik, Praxis und Ästhetik des (Mobil-) Telefons, die im September 2011 im Christoph Merian Verlag erscheint.

Das Haus für elektronische Künste Basel ist ein Zentrum für zeitgenössische Kunst, die elektronische Medien verwendet und ihren Gebrauch reflektiert. Das neue Haus führt die Aktivitäten des Forums für neue Medien [plug.in] und des Festivals der elektronischen Künste Shift unter einem Dach zusammen. Zudem befasst sich das Haus mit der Konservierung, Archivierung und Dokumentation von digitaler Kunst. Trägerin ist die Stiftung Haus für elektronische Künste Basel, die Anfang 2011 von der Christoph Merian Stiftung gemeinsam mit den Vereinen der Vorgängerinstitutionen sowie dem Kanton Basel-Stadt ins Leben gerufen wurde. Am 27. Mai 2011 wurde das neue Haus offiziell eröffnet.

Im Domizil auf dem Dreispitzareal in Basel/Münchenstein ist das Haus für elektronische Künste Basel mit einem Ganzjahresprogramm präsent. Jeweils Ende Oktober findet das jährliche Festival der elektronischen Künste Shift statt.

Haus für elektronische Künste Basel
Ausstellungsraum:
Oslostrasse 10
Basel/Münchenstein
Ausstellungsraum: +41 61 283 6050
info@haus-ek.org
www.haus-ek.org

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