Dienstag, 21. August 2012

Degas' Spätwerk

Degas, Edgar, Trois danseuses, jupes violettes, 1896, Private Collection; Quelle: Fondation

Riehen.- Mit Edgar Degas‘ Spätwerk zeigt die Fondation Beyeler ab 30. Seotember seit zwanzig Jahren erstmals wieder in der Schweiz eine Ausstellung eines der berühmtesten französischen Maler des späten
19. Jahrhunderts. Es ist die erste Ausstellung, die ausschliesslich Edgar Degas’ reichem und komplexem Spätwerk (um 1886 bis 1912) gewidmet ist, dem Höhepunkt seines über sechzigjährigen höchst produktiven Schaffens. Degas‘ Spätwerk ist die künstlerische Vollendung eines kühnen Wegbereiters der Moderne, die er zusammen mit  jüngeren Freunden und Kollegen wie Paul Gauguin, Pablo Picasso und Henri Matisse geprägt hat. Obwohl sich die Kunst Edgar Degas’ grosser Beliebtheit erfreut, beschränken sich Degas-Ausstellungen zumeist auf seine impressionistische Schaffensphase (um 1870 bis 1885) oder auf Einzelaspekte seines Werks.

Zwei Degas-Pastelle aus der Sammlung der Fondation Beyeler bilden den Ausgangspunkt für die Ausstellungskonzeption: Le petit déjeuner après le bain (Le bain), um 1895 bis 1898, sowie Trois danseuses (jupes bleues, corsages rouges), um 1903, sind Meisterwerke, die die Radikalität und Modernität von Degas’ Spätwerk unmittelbar erahnen lassen.

In der grossen, über 150 Werke umfassenden Ausstellung sind alle wichtigen Motive und Serien zu sehen, die charakteristisch für Degas‘ Spätwerk sind: Berühmte Darstellungen von Tänzerinnen und weibliche Akte, Jockeys und Rennpferde, Landschaften und Porträts. Einbezogen werden alle Techniken, in denen Degas gearbeitet hat: Malerei, Pastell, Zeichnung, Druckgrafik, Skulptur und Fotografie. Degas befasste sich wie kein anderer Künstler seiner Zeit mit einer Vielzahl künstlerischer Medien. Im Spätwerk weicht die feine, delikate Malerei der impressionistischen Zeit einer einzigartigen Experimentierfreude und obsessiven Schaffenslust. 

Die Ausstellung wird kuratiert von Martin Schwander, Gastkurator, unter Mitarbeit von Michiko Kono, Associate Curator der Fondation Beyeler. Martin Schwander zeichnete bereits für die Ausstellung «Venedig – von Canaletto und Turner bis Monet» (2008/2009) verantwortlich.

Herausragende Leihgaben kommen unter anderem aus dem Museum of Fine Arts, Boston; dem Kunstmuseum Basel; der Tate, London; der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München; dem Museum of Modern Art, New York; dem Metropolitan Museum of Art, New York; dem Musée d’Orsay, Paris; dem National Museum of Modern Art, Tokio; dem Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Washington; dem Kunsthaus Zürich sowie aus namhaften europäischen, amerikanischen und asiatischen Privatsammlungen.

Der Katalog erscheint in Deutsch und Englisch im Hatje Cantz Verlag, Ostfildern. Er enthält ein Vorwort von Sam Keller und Martin Schwander, ein Gespräch mit dem Künstler Jeff Wall sowie Essays von Carol Armstrong, Jonas Beyer, Richard Kendall, Martin Schwander und Mareike Wolf-Scheel. ca. 256 Seiten, CHF 68.--, ISBN 978-3-906053-02-8 (Deutsch); ISBN 978-3-906053-03-5 (Englisch).

Begleitend zur Ausstellung findet ein umfassendes Rahmenprogramm mit Tanz- und Musikveranstaltungen sowie Gesprächen, einer Lesung und einem Vortrag mit Sasha Waltz & Guests, Varvara Nepomnyastschaya, Caroline Durand-Ruel und Wolfram Berger statt.

Öffnungszeiten der Fondation Beyeler: täglich 10.00–18.00 Uhr, mittwochs bis 20.00 Uhr

Edgar Degas
30. September 2012 – 27. Januar 2013

FONDATION BEYELER
Baselstrasse 101
CH-4125 Riehen / Basel
Tel. +41 - (0)61 - 645 97 00
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http://www.fondationbeyeler.ch/

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