Freitag, 30. November 2012

Kunsthaus-Erweiterung ist angenommen

Erweiterung Kunsthaus Zürich, Blick durch die Eingangshalle, Stand 2011 nach Abschluss Vorprojekt, © David Chipperfield Architects
Zürich.- Mit einem Ja-Anteil von 53.9 Prozent hat die Zürcher Bevölkerung das Erweiterungsprojekt des Kunsthaus Zürich angenommen. Der von David Chipperfield Architects entworfene Bau wird ab 2017 Raum bieten für eine dynamische,regelmässig wechselnde Präsentation der Sammlung von Kunst nach 1960, für attraktive Wechselausstellungen und den neuen Schwerpunkt Französische Malerei und Impressionismus.

Der Erweiterungsbau, der vorrangig der Kunst ab den 1960er Jahren gewidmet sein wird, lässt unterschiedliche Inszenierungen zu – für neue Medien, Grafik und Fotografie ebenso wie für Gemälde, Installationen und Plastiken. Deren regelmässig wechselnde Präsentation bildet einen spannenden Kontrast zu den in sich ruhenden Galerien klassischen Formats für die private Sammlung Bührle. Mit ihrem Einzug wird ein neuer Schwerpunkt entstehen – Französische Malerei und Impressionismus – der das Kunsthaus nach den Museen in Paris zum bedeutendsten Anlaufpunkt für diese Kunstrichtung in Europa macht.

Dank der weiteren Steigerung der Attraktivität rechnet das Kunsthaus mit einer Erhöhung der Zahl der Besucher ab 2017 auf künftig rund 400.000 pro Jahr. Angezogen werden sollen diese auch dank der grosszügigeren Präsentationsform im bestehenden Gebäude, wo die Schweizer Kunst – allen voran Alberto Giacometti – mehr Platz erhält. Technisch innovativ inszenierte Ausstellungen im neuen Wechselausstellungsbereich, der Garten der Kunst und neu ein Labor für elektronische Medien sind geeignet, den Museumsbesuch zu einem verdichteten und auch interaktiven Erlebnis zu machen.

Die Finanzierung erfolgt über Beiträge von Privaten und der öffentlichen Hand. Die von der Zürcher Kunstgesellschaft (ZKG) aufgebrachte Summe (CHF 88 Mio.) ist der bisher höchste private Beitrag an ein Kunstmuseum in der Schweiz. Neben der Stadt Zürich, die sich mit ebenfalls CHF 88 Mio. beteiligt, fliessen CHF 30 Mio. aus dem Lotteriefonds des Kantons in das Projekt. Die Bauinvestition inklusive Reserven beträgt CHF 206 Mio.

Noch bis zum 6. Januar 2013 dauert die Ausstellung «Das Neue Kunsthaus. Grosse Kunst und Architektur». Sie überrascht mit hochkarätigen Werken, die dereinst in die Erweiterung einziehen, wie Cézannes «Knabe mit der roten Weste», der seit dem Kunstraub 2008 aus der Sammlung Bührle erstmals wieder öffentlich zugänglich ist. Neben Kunst aus der eigenen Sammlung – vom französischen Impressionismus über die Pop Art bis zu Neuerwerbungen zeitgenössischer Künstler – finden sich erste Höhepunkte aus der Sammlung Looser. Ihrer abstrakten Malerei, der Minimal Art und der Arte Povera wird im Sommer 2013 noch eine eigene Ausstellung gewidmet. Modelle, Pläne, Fotos und Materialmuster präsentieren anschaulich, wie sensibel David Chipperfield Architects auf die am Heimplatz bereits bestehenden Bauten eingeht. Mittwochs ist der Eintritt in diese Ausstellung gratis. Interessierte erhalten aktuelle Informationen auch unter www.kunsthaus.ch.

Öffnungszeiten: Sa/So/Di 10–18 Uhr, Mi/Do/Fr 10–20 Uhr. Feiertage: 26. Dezember, 1./2. Januar 2013: 10–18 Uhr. 24./25./31. Dezember geschlossen.

Eintritt inkl. Audioguide d/e/f: CHF 15.–/10.– reduziert/12.- Gruppen ab 20 Personen. Mittwochs freier Eintritt. Kombiticket inkl. Sammlung und Ausstellung «Paul Gauguin» CHF 25.-/18.- reduziert/20.- Gruppen ab 20 Personen. Bis 16 Jahre gratis.
Vorverkauf: SBB RailAway-Kombi. Ermässigung auf Anreise und Eintritt: am Bahnhof oder beim Rail Service 0900 300 300 (CHF 1.19/Min. ab Festnetz), www.sbb.ch. Magasins Fnac: Verkaufsstellen CH: Rives, Balexert, Lausanne, Fribourg, Pathé Kino Basel, www.fnac.ch; F: Carrefour, Géant, Magasins U, 0 892 68 36 22 (0.34 €/min), www.fnac.com; BE: www.fnac.be.

Kunsthaus Zürich,
Heimplatz 1,
CH–8001 Zürich
Tel. +41 (0)44 253 84 84,
www.kunsthaus.ch

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