Dienstag, 25. Februar 2014

Ein geheimer Garten

Die Sakhi nähert sich Krishna während Radha in einem Hain wartet; Folio aus einer Gita-Govinda-Serie. Indien, Rajasthan, Mewar, ca. 1665. Pigmentmalerei mit Gold auf Papier, 19.1 x 23.9 cm (Blattmass), 16.8 x 21.7 cm (Bildmass); Sammlung Danielle Porret.
Zürich.- Danielle Porret hat in den letzten vier Jahrzehnten indische Malerei gesammelt und bezeichnet ihre Sammlung als «Geheimen Garten». Im Gegensatz zu zahlreichen Museumssammlungen verfolgt ihr Garten jedoch nicht das Ziel, repräsentativ zu sein. Der «Geheime Garten» ist für die Sammlerin ein Ort zum Entdecken, Verweilen und Sinnnieren. Das Museum Rietberg zeigt ab 18. März die bedeutendsten Werke aus dem «Geheimen Garten» in einer Ausstellung in der Park-Villa Rieter.

Die rund 60 ausgestellten Werke bilden wichtigen Traditionen und Regionen der indischen Malerei ab. Die frühestens Werke stammen aus der Sultanats-Zeit (1206–1526). Aus der Zeit der ersten Hälfte der Mogulherrschaft vereint die Sammlung Zeichnungen, Porträts und Illustrationen zu poetischen Texten, unter anderen von Künstlern wie Manohar und Bichitr. Aber auch die späteren Traditionen der Mogulmalerei, sei es nun in Murshidabad, Patna, Faizabad oder Lakhnau sind mit wichtigen Werken dokumentiert, ebenso wie die Malerei des Dekkan-Gebiets.

Eine besondere Werkgruppe innerhalb des «Geheimen Gartens» bilden die zahlreichen Bilder aus Zentralindien, einer Region, die als Malwa bezeichnet wird. Eine Aufschrift auf einem von vier Ragamala-Bildern in der Ausstellung zeigt auf, dass die Werke in Bundelkhand, dem Einflussgebiet der Orchha-Herrscher, entstanden sind und daher für die weitere Erforschung der zentralindischen Malerei eine äusserst wichtige Werkgruppe darstellen.

Die Malerei Rajasthans und der Pahari-Region ist ebenso mit vorzüglichen Werken dokumentiert. Es handelt sich hierbei um stark von den Mogul-Werkstätten geprägte Bilder aus Kishangarh und Jodhpur, um Werke von Künstlern in Bundi, Kota, Sirohi und Udaipur. Auch die Familie der Brüder Manaku und Nainsukh ist mit rund zehn hervorragenden Werken sehr gut dokumentiert. In stilistischer und chronologischer Hinsicht Abschluss bilden vier vorzügliche Studien von Fischen, die für britische Auftraggeber erstellt wurden.

Anlässlich der Ausstellung publiziert das Museum Rietberg im Verlag Scheidegger und Spiess einen englischsprachigen Katalog, in dem 105 ausgewählte Werke aus dem Geheimen Garten besprochen werden. Drei der führenden Experten auf dem Gebiet der indischen Malerei – B.N. Goswamy, Jeremiah Losty und John Seyller – haben die Katalogeinträge verfasst und bieten detaillierte Analysen der Werke.


Ein geheimer Garten
Indische Malerei aus einer Privatsammlung
18. März bis 29. Juni 2014

Museum Rietberg
Gablerstrasse 15
CH-8002 Zürich
0041 (0)44 206 31 31
museum.rietberg@zuerich.ch
http://www.rietberg.ch

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