Sonntag, 15. Juni 2014

Anbruch der Morgendämmerung

In the Crack of the Dawn ist die dritte Ausstellung im Rahmen des Projekts POOL mit Werken aus den Sammlungen von Maja Hoffmann und Michael Ringier im Zürcher LUMA/Westbau, Löwenbräukunst
Zürich.- In the Crack of the Dawn ist die dritte Ausstellung im Rahmen des Projekts POOL mit Werken aus den Sammlungen von Maja Hoffmann und Michael Ringier im Zürcher LUMA/Westbau, Löwenbräukunst. Die Ausstellung wurde vom Zürcher Kurator Arthur Fink in Dialog mit seinem Mentor Ulrich Loock (Freier Kurator, Professor und Kunstkritiker) entwickelt und realisiert und ist bis 14. September zu sehen. Der Eintritt inklusive Führung ist frei

Die Ausstellung entlehnt sich ihren Titel von einem Comic, den Lawrence Weiner und Matt Mullican im Jahr 1991 gemeinsam verfasst haben. In the Crack of the Dawn bezeichnet den Schwellenraum zwischen Tag und Nacht bei Sonnenaufgang. Der Titel dient als Metapher für einen spezifischen Wahrnehmungszustand: In den frühen Morgenstunden beginnt das Subjekt, die Welt wahrzunehmen und versucht, die ihm erscheinenden Gegenstände in Strukturen zu überführen. Es befindet sich noch nicht im Zustand des Tag-Bewusstseins. Die Sinnesdaten sind nicht in ein stabiles Bedeutungssystem integriert und die Grenzlinien zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Objekt und Subjekt noch nicht klar gezogen. In the Crack of the Dawn steht für einen Bewusstseinszustand, in dem symbolische Systeme der Gesellschaft fiktionalisiert erscheinen und sich Möglichkeiten eröffnen, jene neu zu konfigurieren. Zugleich geht aber in diesem Zustand auch ein Raum auf, in dem sich traumatische Erfahrungen artikulieren und die rein physische Umgebung auf das Subjekt eindringt.

In the Crack of the Dawn zeigt künstlerische Positionen, an denen eine Auseinandersetzung mit den Grenzbereichen der menschlicher Subjektivität stattfindet. Sie leiht sich ihren Titel von einem Comic, den Lawrence Weiner und Matt Mullican im Jahr 1991 gemeinsam verfasst haben. Der Titel bezeichnet den Schwellenraum zwischen Tag und Nacht, den Bewusstseinszustand, in dem symbolische Systeme der Gesellschaft fiktionalisiert erscheinen und sich Möglichkeiten eröffnen, jene neu zu konfigurieren.

Eine zentrale Rolle spielt dabei das Werk des US-amerikanischen Künstlers Matt Mullican (Santa Monica, *1951). Er beschäftigt sich kontinuierlich mit der Frage nach der Konstitution der menschlichen Psyche und deren Fähigkeit, Realität durch die Errichtung von sozial verbindlichen Symbolen zu produzieren. Mullicans Kosmologie dient als System, mit dem Bilder und deren Einfluss auf Erfahrung, Wissen und die Identität analysierbar werden.

Mit Werken von:

John Baldessari, Alighiero e Boetti, Troy Brauntuch, Antoine Catala / Dan Graham, Allan McCollum, Nicole Eisenman, Hans-Peter Feldmann, Jack Goldstein, General Idea, Larry Johnson, Mike Kelley, Louise Lawler, Sherrie Levine, John Miller, Matt Mullican, Nam June Paik, Richard Prince, Jim Shaw, Cindy Sherman, Martha Rosler, Wolfgang Tillmans, Rosemarie Trockel, Jeff Wall, Ian Wallace, Christopher Williams, Lawrence Weiner

Öffnungszeiten

Dienstag – Freitag: 11.00 –18.00 Uhr
Donnerstag 11.00 - 20.00 Uhr
Samstag/Sonntag: 10.00 –17.00 Uhr
Montag geschlossen

„In the Crack of the Dawn“?
Eine POOL Ausstellung 
15. Juni - 14. September 2014
LUMA/Westbau, Löwenbräukunst,
Limmatstrasse 270
8005 Zürich
www.poolproject.net

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