Donnerstag, 5. März 2009

Lörrach.- Der Lörracher Burghof hat sich nicht zuletzt durch sein vielseitiges Porgramm einen Namen gemacht. Das setzt sich auch im März fort.
Im Kabarett beehren der Lörracher Florian Schroeder den Burghof (13.2.), Rebecca Carrington mit „Me And My Cello“ (18.3.) und Günter Fortmeier, Frank Sauer sowie Volkmar Staub mit Heinz lebt! – Eine Geburtstagsrevue zum 100. Geburtstag von Heinz Erhardt (25.3.). Zu sehen sind auch die Choreographien des weltbekannten Balé da Cidade de São Paulo (31.3.), die Mundharmonika-Akrobaten von Sväng (6.3.).

Das Orchestra Baobab (19.3.) ist in der Reihe „Welten der Musik“ zu Gast. Neu im Programm außerdem: die Jazzband Subtone (12.3.) mit Malte Dürrschnabel am Saxophon, der in der Region mit seiner Formation Jazzattack bekannt ist. Spektakulär dürfte die Trommelshow von Dulsori aus Korea (mit Live-Kalligraphie am 11.3.) werden.

Im Jungen Podium sind die Luzerner Ministrings (8.3.) zu Gast – das Konzert mit dem Motettenchor und L’arpa festante (22.3.) wird nicht im Burghof, sondern in der St. Peter Kirche stattfinden.

Foto: Bruno Freddy Bolle, „Vaudevillians – Three in One”, gastiert am Sonntag 15. März 2009, 18 Uhr, im Lörracher Burghof. Quelle: Burghof

Das Märzprogramm:
Sväng
Fr 6. März 2009, 20 Uhr, € 18.-

Den Ruf des Spleenigen haben finnische Musiker nicht erst seit gestern. Aus dem Land der Leningrad Cowboys und des verschrobenen Poeten M.A. Numminen dringen neuerdings unglaubliche Töne aus dem Mundhobel – und das gleich vierfach. Sväng, die Stars des Kaustinen Folk Music Festivals von 2005, frönen der Blues Harp wie wohl niemand anders zwischen dem Mississippi und Murmansk es vor ihnen getan hat: Ob diatonisch oder chromatisch, ob virtuos oder seelenvoll, ob fröhlich aufbegehrend oder abgrundtief traurig: Der Balkan und der finnische Gypsy-Blues, die Polka und der Tango werden ins mal archaische, mal komische, mal melancholische Universum der Harmonikas hineingezogen. Und von denen spielen die Skandinavier eine ganze Großfamilie: Das Melodieinstrument kann fiepen wie ein Grashalm, die Bass-Harmonika dagegen gibt mal das Sousaphon und mal den grunzenden Ochsenfrosch. Und zwischen diesen Extrem-Registern wird gejammert und gejauchzt, mit Reminiszenzen an den versonnenen Spielmann, den blinden Blueser und den verschmitzten Trickster.

Ministrings Luzern
Werke von Bach, Vivaldi, Holst und Anderson
Herbert Scherz, Leitung
So 8. März 2009, 11 Uhr, € 15.-/6.- bis 14 J. erm., freie Platzwahl

Die Ministrings Luzern gibt es bereits seit über 23 Jahren – naturgemäß in immer neuer Besetzung. Ursprünglich wurden sie vom in Karlsruhe ausgebildeten Violinprofessor Herbert Scherz an der Musikhochschule Luzern gegründet, um seinen Schülerinnen und Schülern das Zusammenspiel in einem größeren Streichensemble zu ermöglichen. Inzwischen haben die Ministrings, deren Mitgliedsalter bei 10 bis 17 Jahren liegt, mehr als 280 erfolgreiche Konzerte in Europa und Amerika gegeben. Die jungen Schweizer sorgten für solches Aufsehen, dass Adrian Marthaler einen Film über sie drehte.

Programm:
Johann Sebastian Bach (1685-1750): Brandenburgisches Konzert Nr. 3 in G-Dur, BWV 1048
Antonio Vivaldi (1678-1741): Konzert in d-moll für 2 Violinen, Violoncello, Streicher und Basso
Gustav Holst (1874-1934): „St. Paul’s Suite”
Leroy Anderson (1908-1975): „For Strings” (Arrangement: William Zinn)

Dulsori
„Binari“
Trommel-Show aus Korea mit Live-Kalligraphie
Mi 11. März 2009, 20 Uhr, € 34.-/30.-/26.-

Die Wucht der japanischen Trommler ist in Europa schon lange bekannt. Nun dringen auch die Beats von Schlagwerkern aus Korea zu uns: Dulsori nennt sich die seit 1984 agierende Gruppe, der „wilde Rhythmus“. Die Mannen um Moon-Kap Hyun schöpfen aus Pungmul, der taoistisch und buddhistisch geprägten Trommeltradition der Landbevölkerung und paaren diese mit eigenen Neuerungen. „Binari“ ist eine Ode an die Elemente, die mit wirbelndem Trommelschlag und Stimmen rituell beschworen werden, ganz so wie es früher zu Beginn eines Festes Sitte war.

Florian Schroeder
„Du willst es doch auch!“
Fr 13. März 2009, 20 Uhr, € 20.-

Im Oktober 2008 feierte Florian Schroeder mit seinem zweiten Soloprogramm „Du willst es doch auch!“ im Burghof vor einem begeisterten Publikum Premiere. Nun gibt es ein Wiedersehen mit dem bekennenden Mitglied der „Generation IMM – Irgendwas mit Medien“. Im neuen Programm geht es um den Mann.
Frei nach dem Motto „Totgeglaubte leben länger“ rechnet Schroeder gnadenlos mit dem Gewäsch über das neue Familiengefühl ab: Mit dem Gebärmaschinen-TÜV sorgt er dafür, dass Ursula von der Leyen dieses Land nicht weiter alleine mit Kindern versorgen muss, er zeigt, dass Familiengeburtstage trotz DIA-Vortrag scheitern müssen und dass Swinger-Club-Besuche auch keine Lösung sind. Zu allem Übel kommen auch noch Reinhold Beckmann, Florian Silbereisen, Ottfried Fischer und Michael Glos mit auf die Bühne. Danach kann der Mann nicht mehr abtreten – er muss.

Subtone
Do 12. März 2009, € 12.-/6.-, bis 26 J. erm.

Subtone ist eine der größten Hoffnungen, die die deutsche Jazzszene derzeit zu bieten hat.Die jungen Jazzer stammen allesamt aus Süddeutschland, haben aber erst beim gemeinsamen Studium in Berlin und im Bundesjazzorchester zusammengefunden. Inzwischen haben sie über 100 Konzerten im In- und Ausland und gefeierte Auftritten bei weltberühmten Festivals wie Jazz Baltica oder dem Bohemia Jazzfest absolviert. Das Quintett gewann im Sommer beim renommierten Europäischen Jazz Wettbewerb „Tremplin Jazz d'Avignon“ nicht nur den Preis der Jury, sondern auch den Publikumspreis – zudem wurde Saxophonist Malte Dürrschnabel mit dem Solistenpreis ausgezeichnet. Bekannt ist der aus dem Wiesental stammende Musiker in der Region auch mit „Jazzattack“.
Magnus Schriefl (Berlin) – Trompete/Flügelhorn
Malte Dürrschnabel (Brüssel) – Alt-/Sopransaxophon
Florian Höfner (New York) – Piano
Benjamin Hiesinger (Berlin) – Bass
Peter Gall (Berlin/Bad Aibling) – Schlagzeug

Bruno Freddy Bolle
„Vaudevillians – Three in One”
So 15. März 2009, 18 Uhr, € 18.-/9.-bis 14 J. erm.

Slapstick-Theater zwischen Laterna Magica und Charlie Chaplin – voller Magie, Komik und Poesie: Bruno Freddy Bolle ist eine liebevolle Hommage an die Komiker des Stummfilms und des Vaudeville-Theaters. Schauspieler Michael Moritz und Regisseur Markus Michalowski haben sich mit ihrem zeitgemäßen Slapstick-Theater einen Traum realisiert. Und darum geht es auch bei Bruno Freddy Bolle vor allem ums Träumen: Um deren Spinnen und Scheitern, ums Hinfallen und wieder Aufstehen, um Schmerzen und Lachen.
Eine Produktion von Theaterhaus Stuttgart in Kooperation mit Michael Moritz.


Rebecca Carrington
„Me And My Cello”
Mi 18. März 2009, 20 Uhr, € 21.-

Rebecca Carrington ist Cellistin, Sängerin, Schauspielerin und Comedian. Mit unverwechselbarem britischen Humor und ihrer One-Woman-And-One-Cello-Show nimmt sie den staunenden Zuschauer mit auf eine Reise durch ihre eigene Musikkarriere mit allen Hochs und Tiefs. Sie und Joe, ihr Cello aus dem 18. Jahrhundert, sind vermutlich eines der ungewöhnlichsten Zweigespanne unserer Zeit.
Ihre musikalische Reise verläuft durch verschiedenste Kulturen und Sprachräume. Italienische Opern werden auf sehr spezielle Art übersetzt, Johann Sebastian Bach wird kurzerhand zu Sting, sie singt und spielt sich ihr eigenes Bollywood-Video, und wenn sie seit Jahren den Traum hatte mit Miles Davis zu jazzen – und zwar in Begleitung seiner Trompete – dann tut sie es: Das Cello wird zum Kontrabass und ihr Gesang zur Trompete. Als kongenialer Begleiter agiert Colin Griffiths-Brown, der ehemalige Bass der A-cappella-Gruppe „The Magnets“.
Mit ihrem schauspielerischen Talent bringt Rebecca Carrington das Publikum lauthals zum Lachen, mit ihrer Musikalität und Virtuosität sprachlos zum Staunen. Oder haben Sie schon mal jemanden gesehen, der mit dem Cello einen Dudelsack perfekt imitiert?!

Orchestra Baobab
Do 19. März 2009, 20 Uhr, € 28.- Sitzplatz /24.- Stehplatz

Bis in Dakar ein gewisser Youssou N’Dour zum ersten Mal richtig in Erscheinung trat, regierten dort die Rhythmen der Karibik. 1970 gründete man in der senegalesischen Hauptstadt einen Nachtclub namens Baobab, eigens zum Entertainment von Spitzenpolitikern und Geschäftsleuten. Der Hausband gelang es erstmals, die altehrwürdigen Traditionen tanzbar zu machen, mit einer Verschmelzung aus kubanischen Rhythmen und den feinen, fast süßen Melodien der tropischen Casamance-Region. Dieser Swing wurde zum Markenzeichen des Orchestra Baobab, katapultierte über die Landesgrenzen hinaus Hits an die Spitze der Charts, verewigt auf zwanzig Alben. Doch als Youssou N’Dour seine neue Popmusik spielte, war der Niedergang der Bigband besiegelt. Gereift kehrten die Herren vor einigen Jahren zurück, unverwüstlich wie ihr Signum, der Affenbrotbaum. Der patinabesetzte Sound ist nun global angesagt: Die dreiköpfige Perkussionsabteilung zelebriert feurigen Son und Rumba, das doppelt besetzte Saxophon legt schmelzende Soli darüber. Locker perlende Girlanden werden der Gitarre entlockt, und die Vokal-Protagonisten Balla Sidibé und Rudy Gomis glänzen wie eh und je mit den smarten Tonfolgen der Casamance.
Anschließend an das Konzert Party mit DJ Pepe.

Motettenchor Lörrach & L’arpa festante
Bach: Die Johannespassion (Fassung von 1725)
Kirche St. Peter, Lörrach
So 22. März 2009, 19 Uhr, € 36.-/30.-/24.-

Ein fester Bestandteil des Lörracher Kulturlebens ist der Motettenchor Lörrach. Er wurde bereits im Jahre 1926 gegründet und gehört damit heute zu den ältesten Chören im Land. Immer wieder erneuert er sich selbst durch seine singbegeisterten Mitglieder, deren Zahl mittlerweile auf über 100 Sängerinnen und Sänger angewachsen ist. Der Dirigent und Dozent an der Musikhochschule Freiburg Stephan Böllhoff arbeitet seit 1989 mit dem Chor und legt dabei Schwerpunkte auf die Beweglichkeit in der Linienführung, klare Artikulation, stabile Intonation und einen homogenen Gesamtklang genauso wie auf durchdachte, werktreue Interpretationen.
L’arpa festante, bereits 1983 gegründet und damit eines der traditionsreichsten deutschen Ensembles für Alte Musik, verwendet je nach Entstehungszeit der aufgeführten Werke das passende Original-Instrumentarium und kann so die Klagfarben der Werke originalgetreu nachzeichnen. Für das Konzert in der Kirche St. Peter haben sich der Chor und die L’arpa festante eines der großartigsten Bachschen Chorwerke überhaupt vorgenommen: Die Johannespassion, die in ergreifender Weise das Leiden und Sterben Jesu Christi vergegenwärtigt. Das Werk wird in der überarbeiteten Fassung von 1725 aufgeführt.

Günter Fortmeier, Frank Sauer und Volkmar Staub
„Heinz lebt!“
Mi 25. März 2009, 20 Uhr, € 21.-

100 Jahre Heinz Erhardt, das muss gefeiert werden! Eine kabarettistische Geburtstags-Revue für den Urgroßvater deutscher Comedy.
Günter Fortmeier, Frank Sauer und Volkmar Staub machen uns den Heinz. Zum runden Geburtstag haben sie ihren erfolgreichen Klassiker „Heinz!“, mit dem sie 2002 im Burghof gastierten, noch einmal ausgepackt, poliert und ergänzt. Sie kneten Gedichte, bis sie quietschen; sie knödeln, mimen, hiphoppen und würden auch nicht zögern, für Heinz nackt in eine Torte zu springen.Das perfekte Trio für Jux und Dollerei in einer Geburtstagsshow mit „Urhammel, Großbutter, Butter und Zimt“.

Balé da Cidade de São Paulo
Di 31. März 2009, 20 Uhr, € 40.-/36.-/32.-

Choreographien von Itzik Galili, Cayetano Soto, Luiz Fernando Bongiovanni
Als größte Tanzkompanie Südamerikas repräsentiert das Ensemble die kulturelle Vielfalt der Millionenstadt São Paulo. Die fantastischen Tänzer und Tänzerinnen bestechen durch ein Höchstmaß an Körpergefühl und Musikalität sowie ihr enormes technisches Können. Große Ausdruckskraft paart sich mit überschäumender Lebensfreude.
Im Anschluss an die Veranstaltung findet im Burghof ein Künstlergespräch statt.

STIMMEN-Festival
Burghof Lörrach GmbH
Herrenstraße 5
D-79539 Lörrach
Tel. +49 (0) 7621-94089-22
www.stimmen.com
www.burghof.com

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