Samstag, 2. Mai 2009

Liebe im Leiden im Wonnemonat

Basel.- Das Theater Basel wartet im Wonnemonat Mai mit zwei Premieren auf - Dear Wendy nach einem Drehbuch von Lars von Trier, vom Ensemble ins Schweizerdeutsche übersetzt, kommt ab 6. Mai auf die Bühne und zwar in einer Koproduktion mit dem jungen theater basel, inszeniert von Sebsatian Nübling. Premiere zwei spielt im Schauspielhaus und ist Vivaldi gewidmet. Eine Produktion in Zusammenarbeit mit der Schola Cantorum Basiliensis bringt Orlando Furioso, Dramma per musica in drei Akten in italienicher Sprache auf die Bühne.
Ein gemischtes Ensemble aus Schauspiel-Profis und Jugendlichen bringt das Drehbuch von Lars von Trier, das Thomas Vinterberg 2005 für das Kino verfilmte, auf Schweizerdeutsch auf die Bühne. Mit "Dear Wendy" setzen Theater Basel und junges theater basel ihre Zusammenarbeit mit Sebastian Nübling fort, dessen Inszenierung "Next Level Parzival" gerade erst zum letzten Mal in Basel zu sehen war.
Nick liebt Wendy. Nick ist ein Aussenseiter. Mit Wendy ändert sich allerdings so einiges in seinem Leben. Sie macht ihn selbstbewusst und stark – so stark hat er sich noch nie gefühlt. Er wird zum stellvertretenden Geschäftsführer befördert, findet Freunde, denn in seiner kleinen Stadt gibt es noch mehr von seiner Sorte. Nick findet, die brauchen auch alle eine "Wendy", sammelt die komischen Gestalten des Ortes um sich und gründet einen Klub – einen Geheimclub, über den hier nicht mehr verraten werden darf.

Und Orlando? Orlando liebt Angelica. Doch die liebt Medoro, der sie wieder liebt. Auf der Flucht vor Orlandos Nachstellungen verlieren sich die beiden. Angelica verschlägt es auf Alcinas verwunschene Insel. Sie bittet die Zauberin um Hilfe. Diese verspricht, die beiden Liebenden wieder zusammenzubringen. Auch Orlando kommt auf die Insel. Er will Alcinas Zaubermacht brechen, denn dann, so eine Prophezeiung, wird er Glück in der Liebe haben. Der Kampf um die Liebe beginnt. Alcina greift mit ihren Zaubermächten immer wieder ein, lenkt und verwirrt die Gefühle – und plötzlich weiss keiner mehr, wer denn nun wen wirklich liebt. Lodernde Liebesschwüre stehen rasender Eifersucht gegenüber, obsessive Leidenschaft gegen Wut, Enttäuschung und Misstrauen. Orlando wird durch das Spiel mit seinen Gefühlen und Wunschträumen verrückt. Erst als Alcinas Zauber gebrochen wird, kehrt die Klarheit zurück. Orlando versteht nun: Glück in der Liebe hat nur, wer vom Liebeswahn geheilt ist.
Das Maiprogramm des Theaters Basel

Premieren
Dear Wendy
nach einem Drehbuch von Lars von Trier
Sebastian Nübling
Bühne: Magda Willi
Kostüme: Ursula Leuenberger
Sounds: Tobias Koch
Dramaturgie: Martina Grohmann, Uwe Heinrich
Licht: Anton Hoedl
Mit: Claudio Bagno, Andrea Bettini, Alma Handschin, Lucien Haug, Till Lauer,
Julia Lehner, Manuel Miglioretto, Hans Jürg Müller, u.a.
Premiere am 6. Mai 2009, 20.00 Uhr — Schauspielhaus
Weitere Termine: Mo 11.5., Do 14.5., Fr 15.5., Mo 18.5., Sa 30.5., jeweils um 20.00 Uhr

Orlando Furioso
Dramma per musica in drei Akten von Antonio Vivaldi
Libretto von Grazio Braccioli
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Eine Produktion in Zusammenarbeit mit der Schola Cantorum Basiliensis
Musikalische Leitung: Andrea Marcon, Giorgio Paronuzzi
Inszenierung: Barrie Kosky
Bühne und Kostüme: Esther Bialas
Dramaturgie: Ute Vollmar
Mit: Maya Boog, Delphine Galou, Franziska Gottwald, Kristina Hammarström, Doung Qyu Lee, Iestyn
Morris, Andrew Murphy und dem Barockorchester La Cetra.
Premiere am 29. Mai 2009, 19.30 Uhr — Grosse Bühne
Weitere Termine: Mo 1.6., So 7.6., jeweils um 18.30 Uhr
Do 4.6., Sa 13.6., Mo 15.6., Mi 17.6., Fr 19.6., jeweils um 19.30 Uhr

Klosterberg
Wunderkammer oder Vernunftmaschine
Gespräche zur Kultur des Marktes
Eine Kooperation zwischen dem Theater Basel und der Basler Zeitung
Wicked Messenger? – Die Rolle der Medien in der Finanzkrise
Mit: Dr. Ludwig Hasler, Alex Reichmuth und Prof. Dr. Valentin Groebner
6.5.2009, 20.15 — Klosterberg 6

Urs Bihler liest Rudolf Steiner
"Der Tod hält mich wach"
Es tanzt Vera Koppehel
In der Reihe "Die Welt im Ohr"
Einführung: Prof. W. Kugler, Leiter des Steiner Archivs
"Diese unsere Menschengeschicke sind zugleich Götterhandlungen …"
7.5.2009, 20.15 — Klosterberg 6

Meggy kehrt zurück in den Kongo
Bericht einer Asylbewerberin — In der Reihe "Cross-Over"
Konzept/ Umsetzung: Mirjam Neidhart
Mit: Meggy Pombolo, Claudia Jahn
Meggy - unterstützt von der Schauspielerin Claudia Jahn – erzählt aus ihrem Leben:
ihrer Herkunft, ihren Träumen, der Realität in der Schweiz und ihrem Alltag jetzt, wo
sie alles für ihre Rückkehr plant.
Meggy war Jura-Studentin in Kinshasa, musste nach einer Demonstration das Land
verlassen und stellte in der Schweiz ein Gesuch um Asyl. Nach einem negativen
Bescheid und zahlreichen gescheiterten Versuchen diesen rechtlich anzufechten, hat
Meggy entschieden in die Demokratische Republik Kongo zurück zu kehren. In
Handschellen zurück geschafft zu werden, das verdient sie nicht, sagt sie. Sie will die
seit elf Jahren dauernde Zermürbung beenden und plant nun ihre "freiwillige"
Rückkehr. Für die Behörden ist Meggy das Beispiel einer gelungenen Asylpolitik.
8.5.2009, 20.15 — Klosterberg 6

Linguini trifft Fellini
Eine Reise in die Vergangenheit nach Fellinis Amarcord mit Akkordeon.
Regie: Christian Vetsch
Musik: Basso Salerno
Mit: Andrea Bettini
Als Ausgangspunkt für seine Reise in die Vergangenheit nimmt Linguini Fellinis Film
"Amarcord" (ich erinnere mich) aus dem Jahre 1973. Beide verbindet der
gemeinsame Ursprung: die Emilia-Romagna. Diese Gegend südlich des Po ist die
Heimat von Fellini, Linguini, Lamborghini, Don Camillo + Peppone, Mussolini,
Cottechini, Tortellini, der Padine und der Bomboloni. Bettini-Linguini, der Secondo
aus Zürich Höngg, verliert sich in seinen Kindheitserinnerungen: dem
(Ton)Taubenschiessen mit Onkel Rino, den endlosen Tafelrunden in der Campagna
Romagnola und natürlich auch im stockdichten Nebel der Romagna.
Umrahmt wird seine Erzählung mit Musik von Nino Rota, der die
legendären Filmmusiken für Fellini komponiert hat.
13.5.2009, 20.15 Uhr — Klosterberg 6

El hombre nuevo
Anlässlich 50 Jahre Kubanische Revolution — Ernesto Guevara de la Serna
Einrichtung: Tumasch Clalüna, Susanne Heising / Musik: Cali’che
Mit: Schauspielern des Ensembles
Wir lernten dich zu lieben, als im Zenit der Geschichte die Sonne deines Mutes dem
Tod ein Schnippchen schlug. Hier offenbart sich die Wahrheit, die undurchdringliche
Transparenz deiner verehrten Anwesenheit, Commandante Che Guevara.
17.5.2009, 20.15 — Klosterberg 6

Thomas Hodina liest
"Wittgensteins Neffe"
von Thomas Bernhard — In der Reihe "Aus der Stille"
18.5.2009, 20.15 — Klosterberg 6

Beruf Schuhmacher
Roland Meister im Gespräch mit Karl Baratta
In der Reihe "Archiv des Alltags"
Roland Meister betreibt eine Schuhmacherwerkstatt am Nadelberg.
20.5.2009, 20.15 — Klosterberg 6

Nachtcafé
ROST
Eine Phänomenologie
Mit: Lorenz Nufer
Regie: Florian Huber
Warum zerfallen Imperien, stürzen Häuser ein, geht Gespeichertes verloren? Und:
Warum rosten Autos? Weil sie müssen – es ist ihre Bestimmung.
15.5.2009, 23.00 Uhr — Nachtcafé

Vitamin.t
Zweites Leben Festival
Das Jugendclubfestival vom 12. bis 16. Mai 2009
Beim "Neuschneetreffen", dem Start der Jugendclubsaison, wurde der Begriff
"second life" für die Theaterarbeit in den Jugendgruppen thematisiert. Mit fünf
bemerkenswerten Produktionen zu diesem Thema zeigen die vitamin.T-Jugendclubs
die Früchte ihrer Auseinandersetzungen. Stellvertreter, Realitätsfluchten,
Begegnungen in Zweit-Identitäten im Internet, und die Frage: Wer lebt heute, mit
meinen Organen von morgen?
Die schwarzen Brüder
von Lisa Tetzner
12.5.2009, 19.30 — Kleine Bühne — Jugendclub Kids

Chatroom
von Enda Walsh
13.5.2009, 20.15 — Kleine Bühne — Jugendclub
Zweitbesetzung
14.5.2009, 20.15 — Kleine Bühne — Jugendclub
Max am Rand
von Jens Nielsen
15.5.2009, 20.15 — Kleine Bühne — Jugendclub

Sprachbefall "Explosion"
Die Plattform für junge Schreibende
Texte: Eva Seck, Noëmi Lerch, Lea Schäppi, Nico Grüninger, Anna Rothenfluh, Eva Locher,
Ariane Koch, Fabian Degen, Werner Adamus, u.a.
Konzept: Lea Schäppi, Nico Grüninger
"Sprachbefall" geht in die dritte Runde! Das Spektrum reicht von der traditionellen
Lesung über szenische Darbietungen bis zur Performance. Für die Umsetzung der Texte
auf der Bühne oder am Lesepult sorgen zahlreiche junge, je nach Textbedürfnissen aber
auch ältere Menschen aus der lokalen Theaterszene.
15.5.2009, 21.30 Uhr — Klosterberg 6

Generation 2.0
16.5.2009, 20.15 — Kleine Bühne — Jugendclub

Sonderveranstaltung
Zirkus Töne – Zirkus Welten
Knabenmusik Basel Quartier Circus Bruederholz
3.5.2009, 11.00 Uhr — Foyer Grosse Bühne

Lebendig Begraben
Ein klaustrophobischer Tiefgang – Teil 2
Inszenierung: Jörg Schröder
Musikalische Leitung: Bernadette Soder
Geräusche: Marco Ercolani
Kostüme: Silvana Arnold, Anna von Zerboni
Mit: Tumasch Clalüna, Martin Engler, Chantal Le Moign, Linda Olsansky, Juan Jesús Rosa, Julius Schröder, Bastian Semm, Raphael Traub
Nach dem Theatertunnel wird nun die Krypta unter dem Grossen Haus zum
Begegnungsort mit Untoten, Vampiren und anderen ruhelosen Geistern zwischen
Mitternacht und Morgengrauen.
Texte liefern dazu u.a. Edgar Ellen Poe, E.T.A. Hoffmann, Mary Shelly, Bram Stoker,
J. Karl Huysmans und das Théâtre de Grand Guignol.
8.5.2009, 23.00 Uhr und 15.5.2009, 21.00 Uhr — Krypta Elisabethenkirche

Die Schöpfung— Oratorium von J. Haydn — AMG sinfoniekonzerte
Musikalische Leitung: Sascha Goetzel
Mit: Ruth Ziesak, Werner Güra Yorck, Felix Speer, dem Chor des Theater Basel und dem
Sinfonieorchester Basel
13. und 14.5.2009, 19.30 — Stadtcasino Basel

Salvador DalÍ
Mein geheimnis Leben – Theaterprojekt
In Zusammenarbeit mit der Offenen Kirche Elisabethen
Leitung: Karl Baratta, Martina Ehleiter, Silvana Arnold, Martina Grohmann, Christine Steinhoff, Jurate Vansk
Mit: Bianca Gierok, André Feuz, Anita Hamouda, Illjaz Jusufi, Steve Karier, Pascal Lalo, Raphael
Traub
Drei Dali-Darsteller, eine Sängerin und ein Tänzer proben Dalis Ausbruch aus der
Wirklichkeit, seine Verklärung der Kreativität, seine Konstruktion einer neuen
Sinnlichkeit, seine selbstgewählte Paranoia...
Dalis Denken ist ein Schlüssel zur praktischen Weisheit der Zukunft, in der die
Freiheiten der Kunst von allen genutzt werden. Dali enthält eine Heilsbotschaft.
"Jeden Morgen beim Aufwachen erfahre ich eine erlesene Wonne, die ich heute zum
ersten Mal definiere: die Wonne, Salvador Dali zu sein, und von Tag zu Tag fällt es
mir schwerer zu verstehen, wie die anderen Menschen leben können ohne Dali zu
sein." Premiere am 16.5.2009, 20.00 Uhr — Elisabethenkirche
Weitere Vorstellungen am 25.5., 29.5., 2.6., 4.6., 15.6., 17.6.2009, jeweils 20.00 Uhr.

Öffnungszeiten und Informationen:
Billettkasse: Telefon +41/(0)61-295 11 33
Öffnungszeiten der Billettkasse beim Theaterplatz:
Montag - Freitag: 10 - 13 Uhr und 15.30 - 18.45 Uhr
Samstag: 10 - 18.45 Uhr
Tel. Vorverkauf und Reservierungen unter Telefon +41/(0)61-295 11 33
Montag - Samstag: 10.00-18.45 Uhr
Theater Basel, Postfach, CH-4010 Basel
Die Spielorte:
Grosse Bühne, Kleine Bühne, Nachtcafé, Theaterstrasse 7, 4051 Basel
Schauspielhaus, Steinentorstrasse 7, 4051 Basel
www.theater-basel.ch

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