Freitag, 17. September 2010

Aphrodite auf Kuba

Havanna, Arkaden des Malecóns, der Seepromenade (Foto: Othmar Jaeggi)

Basel.- Tanzende Satyrn und schöne Aphroditen, die dem Meer an einem kubanischen Strand entsteigen.Eine Sonderausstellung des Archäologischen Seminars der Universität Basel beweist vom 18. September 2010 bis 14. November 2010, dass die Antike auf Kuba durchaus noch eine Rolle spielt. Wer mag, entdeckt in der Skulpturhalle Basel, wie die Klassische Antike auf der Karibikinsel weiterlebt.

Die Ausstellung, die im Rahmen des 550-Jahr-Jubiläums der Universität Basel entstanden ist, stellt mit Fotografien, Texten und Bildinstallationen das Nachleben der Klassischen Antike in Kuba vor. Thematische Schwerpunkte sind die Antikensammlung ‚Lagunillas’ im Nationalmuseum von Havanna, die klassizistische Architektur und Skulptur im Kuba des 19. und 20. Jahrhunderts und die Klassische Antike in der kubanischen Literatur.

Die Klassische Antike ist in Kuba in ihrer reinsten Form präsent, nämlich durch die Sammlung Condes de Lagunillas, die sich heute im Museo Nacional de Bellas Artes im Herzen Havannas befindet. Diese Sammlung wurde von Dr. Joaquín Gumá Herrera, mit seinem spanischen Adelstitel el Conde de Lagunillas genannt, nach dem 2. Weltkrieg bis 1958 aufgebaut. Sie umfasst unter anderem eine ausgezeichnete Auswahl griechischer Vasen sowie antike Skulpturen.

Die griechische und römische Antike lebt aber auch in der Architektur weiter. Tausende von korinthischen, ionischen und dorischen Säulen tragen die schattenspendenden Arkaden, nach denen Alejo Carpentier, einer der bedeutendsten Schriftsteller des Landes, Havanna einst als die Stadt der Säulen bezeichnet hat. Monumentale klassizistische Bauten wie das Capitolio oder die Universität verweisen in sehr direkter Weise auf das alte Rom oder das klassische Athen. Auch viele Provinzstädte wie Matanzas und Cienfuegos haben bis heute ihren klassizistischen Charakter bewahrt. Kubanische Autoren spielen gerne mit dem Gegensatz zwischen dem europäischen Altertum und dem tropischen Kuba der Gegenwart und schlagen überraschende Brücken zwischen diesen Welten. So ist zum Beispiel die Odilea von Francisco Chofre eine humorvolle kubanische Adaption der homerischen Odyssee.

Projektleiter ist Othmar Jaeggi, die Kuratorin Anna Laschinger. Zur Ausstellung erscheint ein ausführlicher Katalog mit vielen Abbildungen.

Öffnungszeiten:
Dienstag–Freitag 10.00–17.00 Uhr
Samstag–Sonntag 11.00–17.00 Uhr
Montags geschlossen
Sonntag, 01.08.2010 (Nationalfeiertag), geschlossen
Freitag, 24.12.2010, bis Montag, 03.01.2011, durchgehend geschlossen

Kuba und die Klassische Antike
18. September 2010 bis 14. November 2010
Skulpturhalle Basel
Abguss-Sammlung des Antikenmuseums Basel
Mittlere Strasse 17,
CH-4056 Basel
Tel. +41(0)61 261 52 45
www.skulpturhalle.ch

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