Donnerstag, 30. Dezember 2010

Kunsthaus Zürich geht mit 15 Ausstellungen in die Saison 2011

Henri Matisse: Portrait au manteau bleu, 1935, Nahmad Collection, © 2010 ProLitteris, Zürich

Zürich.- Das Programm 2011 des Kunsthaus Zürich ist aufregender denn je. So wird die hochkarätige Privatsammlung der Familie Nahmad wird ihre Weltpremiere in Zürich haben. Als einer der bedeutendsten Schweizer Künstler der Gegenwart erfährt Franz Gertsch eine Würdigung. Vom Museum of Modern Art, New York wird die erkenntnisreiche Themenausstellung «FotoSkulptur» übernommen. In einer ökologisch-politischen Arbeit lebt Joseph Beuys wieder auf. Gefallen an «Tierisch gut» werden vor allem Familien finden. Roman Ondák und die vor dem internationalen Durchbruch stehende Haris Epaminonda präsentieren einem für Experimente offenen Publikum ihre aktuellen Arbeiten.

Die Ausstellungen
FotoSkulptur. Die Fotografie der Skulptur, 1839 bis heute.
25. Februar bis 15. Mai 2011
Eine kritische Untersuchung der ästhetischen und theoretischen Schnittpunkte von Fotografie und Skulptur. Etwa dreihundert herausragende Fotografien von mehr als hundert Künstlern, vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart, umreissen die Möglichkeiten der Fotografie, unser Verständnis von Skulptur zu prägen und zugleich herauszufordern. Die Ausstellung stellt nicht nur die Frage, wie und warum die Skulptur zu einem Thema der Fotografie wurde, sie zeigt auch, wie die Fotografie im 20. Jahrhundert den Bereich des Plastischen befruchtet und erweitert hat. Mit Werken von Eugène Atget, Hans Bellmer, Herbert Bayer, Constantin Brancusi, Brassaï, Manuel Alvarez Bravo, Christo, Marcel, Duchamp, Fischli/Weiss, Robert Frank, David Goldblatt, Rachel Harrison, Hannah Höch, André Kertész, Man Ray, Bruce Nauman, Gillian Wearing, Hannah Wilke u.v.a.m.
Die Ausstellung wurde organisiert vom Museum of Modern Art, New York.

Alberto Giacometti - Sehen im Werk. 11. März bis 22. Mai 2011
Das Sehen ist die Basis aller bildenden Kunst. Kaum ein Künstler rückt den Sehvorgang so ins Zentrum seiner künstlerischen Suche wie Alberto Giacometti (1901–1966). Seine Überlegungen und Verfahren werden mit Werken aus allen Phasen vergegenwärtigt.

Tierisch gut. KatzHundMaus im Kunsthaus. 1. April – 31. Juli 2011
Von allem Anfang an und bis heute beschäftigten sich die Menschen auch in ihrer künstlerischen Tätigkeit mit ihren nächsten Verwandten, den Tieren. Im Kunsthaus finden sich viele Zeugnisse dieser gestalterischen Auseinandersetzung. Die Ausstellung zur Entdeckung der Sammlung ist auch eine Reise durch die Geschichte der Kunst, für jedermann, gross oder klein.

Joseph Beuys. Difesa della Natura. 13. Mai –14. August 2011
Die Verteidigung der Natur: Über Jahrzehnte weilte Joseph Beuys (1921–1986) jedes Jahr ein paar Wochen in Bolognano in den Abruzzen, um dort ein künstlerisch-ökologisches Projekt zu betreiben. Es entstanden zahlreiche Plastiken, Zeichnungen, Fotografien, Drucke und Broschüren, welche Beuys’ mannigfaltige Aktivitäten vor Ort begleiteten.

Franz Gertsch. Jahreszeiten. 10. Juni – 18. September 2011
Die Eröffnung dieser Ausstellung fällt zusammen mit der Vollendung von Franz Gertschs (*1930) magistralem «Vier Jahreszeiten-Zyklus». Dieser steht auch im Zentrum der Ausstellung, welche aber weit darüber hinaus auch einen Rückblick auf Gertschs Schaffen seit den 1980er-Jahren bietet. Franz Gertsch zählt zu den bedeutendsten Schweizer Künstlern der Gegenwart. Auch international hat er sich mit seiner hyperrealistischen Malerei und seinem in Technik und Formaten einzigartigen Holzschnittwerk ein herausragendes Renommé erworben. Die Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler.
Unterstützt von Swiss Re – Partner für zeitgenössische Kunst.

Roman Ondák. 10. Juni – 28. August 2011
Das Kunsthaus Zürich zeigt als erstes Museum in der Schweiz eine Einzelausstellung des slowakischen Künstlers Roman Ondák (*1966). Ondák gehört zu den wichtigsten Vertretern einer jungen Generation von Konzeptkünstlern und arbeitet je nach Kontext mit Zeichnung, Fotografie, Skulptur oder auch Performance. Für das Kunsthaus entwickelt er eine neue Arbeit, die exklusiv in Zürich zu sehen sein wird.

Haris Epaminonda. 16. September – 27. November 2011
Die Zypriotin Haris Epaminonda (*1980) hat an wichtigen internationalen Gruppenausstellungen teilgenommen und mit Einzelausstellungen in der Malmö Konsthall und der Tate Modern, London, Aufmerksamkeit erregt. Haris Epaminonda setzt auf das Prinzip der Collage. Oft sind es Abbildungen aus Büchern oder Fernseh-Filme und Serien der 50er- und 60er-Jahre, die sie neu montiert. Neben bestehenden Arbeiten wird Haris Epaminonda einen Film zeigen, den sie extra für die Ausstellung produziert.
The Nahmad Collection. 21. Oktober 2011 – 15. Januar 2012
In der zweiten Generation sammelt die in Monaco ansässige und weit verzweigte Familie Nahmad grosse Kunst, und nicht selten tauchte ihr Name bei den spektakulären Kunstauktionen der letzten Jahre auf. Exklusiv und zum ersten Mal überhaupt werden hundert Meisterwerke dieser wohl einzigartigen Privatsammlung im Kunsthaus Zürich gemeinsam zu sehen sein. Pablo Picasso ist mit einem fulminanten Konvolut durch alle Schaffensphasen einer der Hauptkünstler der Sammlung; Matisse, Modigliani und Kandinsky sind gleich serienweise mit brillanten Hauptwerken vertreten, sowie Claude Monet mit späten, leuchtend farbigen Bildern von seinen Reisen in den Süden als Vorvater der Moderne.

Scheint die Kollektion dem kunstgeschichtlichen Kanon zu folgen, trägt sie doch sehr individuelle Züge – vom späten Impressionismus mit Renoir, Degas und Seurat am Ende des 19. Jahrhunderts wird ein Bogen gespannt über den Kubismus und die Abstraktion bis zum Surrealismus: Salvador Dalí und Max Ernst gesellen sich zu der ausserordentlichen Gruppe von Joan Miró und bilden einen wahrhaft staunenswerten Parcours durch die Höhepunkte der Moderne: The Nahmad Collection!
Ein Kulturengagement der Credit Suisse – Partner des Kunsthaus Zürich.
Albert Welti – Landschaft in Pastell. 16. Dezember 2011 – 4. März 2012
Die Pastellmalerei ist seit dem 18. Jahrhundert eine anerkannte Technik. Albert Welti (1862–1912) beherrschte sie mit grosser Eigenständigkeit. Anhand von fünfzig intensiv farbigen Pastellen zeigt das Kunsthaus die Begeisterung des Schweizer Künstlers für die sichtbar gewordenen Korrespondenzen zwischen dem menschlichen Auge und dem Licht.

Allgemeine Hinweise
Das komplette Jahresprogramm 2011 – mit weiteren Ausstellungen in der Sammlung, den Kunsthausnächten und Angeboten der Kunstvermittlung – ist auf der Website des Kunsthauses veröffentlicht und als gedruckte Broschüre im Kunsthaus erhältlich. Öffnungszeiten: Sa/So/Di 10-18 Uhr, Mi/Do/Fr 10-20 Uhr. Feiertagsöffnungen siehe www.kunsthaus.ch. Die Eintrittspreise liegen zwischen CHF 10.- und CHF 23.50. Mitglieder der Zürcher Kunstgesellschaft geniessen zahlreiche Vorteile (Jahresbeitrag ab CHF 30.-).

Kunsthaus Zürich
Heimplatz 1
CH–8001 Zürich
Tel. +41 (0)44 253 84 84
info@kunsthaus.ch
http://www.kunsthaus.ch/

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