Freitag, 28. Oktober 2011

Sex, Drugs und Leierspiel


Bier war nicht nur das beliebteste Getränk im alten Ägypten, sondern neben Brot das Grundnahrungsmittel schlechthin, das man auch zur Bezahlung der Arbeiter verwendete. Korb mit Getreidekörnern; Palmbast, Getreide; Neues Reich, 1500–1200 v. Chr. und Backform mit Brot; gebrannter Ton, Brot; Neues Reich, 1500–1200 v. Chr. Quelle: Antikenmuseum

Basel.
- Sex, Drugs und Leierspiel:. Rausch und Ekstase in der Antike ist seit 20. Oktober 2011 bis 29. Januar 2012 das Thema der neuen Ausstellung im Basler Antikenmuseum. Für viele Leute sind Drogenkonsum und kollektive Ekstasen moderne Phänomene, die mit den Hippies in den 1960er Jahren ihren Anfang nahmen. Dass Rausch und Ekstase schon in der Antike allgegenwärtig waren, zeigt das Antikenmuseum Basel in seiner neuen Sonderausstellung Sex, Drugs und Leierspiel. Parallel dazu sind in der Skulpturhalle Basel unter dem Titel Sinnliche Posen sexy Kurven Statuen von ihrer erotischen Seite zu sehen. Mit Beginn der Ausstellung ging im Antikenmuseum passender Weise ein neues Bistro auf. Mit Sex, Drugs und Leierspiel gestaltet das Antikenmuseum zum zweiten Mal eine Sonderausstellung ausschliesslich mit Objekten aus der eigenen Sammlung.

In Sex, Drugs und Leierspiel begibt man sich auf einen Trip zu den wilden Seiten der Antike. Die Besucherinnen und Besucher machen beispielsweise Station im alten Ägypten, wo Bier nicht nur ein Rausch-, sondern auch ein Grundnahrungsmittel war. Sie beobachten griechische Gelage, an denen Dichtung und Philosophie mit Rauschtrinken und Sex mit Prostituierten einhergingen. Und sie tauchen ein in die Welt des Weingottes Dionysos, die von tierhaft lüsternen Satyrn und rasenden Frauen, den Mänaden, bevölkert war. Es geht auch um Blutrausch. Die Ausstellung erzählt von griechischen Helden, die erbarmungslos töteten, nachdem sie nicht von Drogen, sondern von Wut und Schmerz in einen Rausch versetzt worden waren. Schliesslich erfahren die Besucherinnen und Besucher von der Ekstase als antikes Mittel zur Kommunikation mit den Göttern.

Sex, Drugs und Leierspiel zeigt, welche Drogen man in der Antike konsumierte, wie damalige Gesellschaften Rausch und Ekstase kanalisierten und wie antike Künstler diese Phänomene darstellten. Im ersten Ausstellungsraum stehen den antiken Darstellungen von Rausch und Ekstase heutige Bilder von Exzessen gegenüber. Dadurch wird klar, dass es sich bei den bewusstseinsverändernden Techniken und Substanzen bei allen Unterschieden um kulturübergreifende Aspekte des Menschseins handelt. Die Ausstellung fragt auch nach der eigenen Neigung, sich dem Rausch hinzugeben. In einem Psychotest finden die Besucherinnen und Besucher heraus, ob sie es in der Antike in das Gefolge des Weingottes geschafft hätten oder eine brave Bürgerin bzw. ein braver Bürger geworden wären.

Die Ausstellung Sex, Drugs und Leierspiel gliedert sich in zwei Teile: Im rot beleuchteten Hauptteil geben ausgewählte Objekte zum Teil in Peepshow Kabinen verborgen eine Einführung. Danach streift man mit Hilfe eines Plans durchs Museum und sieht sich weitere Exponate zum Thema an, die an ihren gewohnten Standorten in der Dauerausstellung stehen. Die handliche Ausstellungsbroschüre, die im Eintrittspreis inbegriffen ist, erklärt alle Werke.

Im Eintritt zu Sex, Drugs und Leierspiel inbegriffen ist der Besuch der Skulpturhalle Basel am selben oder am folgenden Tag. Die Skulpturhalle präsentiert seit dem 20.10.11 unter dem Titel Sinnliche Posen sexy Kurven. Liebe, Lust und Leidenschaft in der griechischen Skulptur ausgewählte Statuen von ihrer erotischen Seite. Diese machen deutlich, welche Entwicklung die Darstellung des nackten Körpers in der griechischen Skulptur durchlief und was das mit unseren Schönheitsidealen zu tun hat.

Workshop für Schulklassen
Für Schulklassen ab dem 5. Schuljahr gibt es zur Ausstellung den Workshop Morphium und Salbeitee. Dort lernen die Schüler/innen anhand von Ausstellungsobjekten Drogen und Heilpflanzen kennen, die man schon in der Antike verwendete. Im praktischen Teil stellen sie selbst eine Teeoder Gewürzmischung her.
Öffentliche Führungen
So, 30.10.11, So, 20.11.11, So, 11.12.11 und So, 15.01.12 jeweils um 11 Uhr
Private Führungen für Gruppen nach Vereinbarung.
Neues Bistro im Antikenmuseum
Ab dem 20.10.11 ist von Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr das Bistro Antikenmuseum geöffnet. Es ist frei zugänglich. Auf der Karte stehen grössere und kleinere Speisen und täglich ein preiswertes Mittagsmenu. Das Bistroteam steht auch für Anlässe ausserhalb der Öffnungszeiten
zur Verfügung.

Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig
St. Alban-Graben 5
CH-4010 Basel
Tel. +41 (0)61 201 12 12 www.antikenmuseumbasel.ch info@antikenmuseumbasel.ch

Skulpturhalle Basel
Mittlere Strasse 17
CH-4056 Basel
Tel. +41 (0) 61 261 52 45 www.skulpturhalle.ch sh@skulpturhalle.ch

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