Dienstag, 16. April 2013

Wir essen die Welt

Fotoquelle: Naturama Aargau
Aarau.- "Wir essen die Welt" ist der Titel der neuen Wanderausstellung von Helvetas, einer Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, zur Schaffung einer "gerechteren Welt" beizutragen. Eröffnet wird sie am 2. Mai im Naturama Aargau in Aarau. Die Ausstellung lädt zu einer kulinarischen Weltreise der besonderen Art ein und beleuchtet Facetten rund um das Essen, Nahrungsproduktion und Handel, Genuss und Geschäft, Hunger und Überfluss, vom frisch Gepflügten bis zum vollen Teller. Das Naturama Aargau in Aarau ist die erste Station der  Wanderausstellung. Anschliessend wird sie auch in Bern, Zürich, Vaduz und weiteren Schweizer Städten zu sehen sein. Die Realisierung wurde unterstützt von der Stiftung Mercator Schweiz, dem Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, der Aargauischen Kantonalbank AKB und weiteren Partnern.

Der Mensch muss essen, will er leben. Wir entscheiden täglich aufs Neue, was auf den Teller kommt. Woher stammen die Nahrungsmittel? Wie wurden sie produziert? Unsere Kaufentscheide haben  Auswirkungen auf unsere Gesundheit, beeinflussen aber auch die Umwelt und das Leben anderer Menschen - in der Schweiz und Deutschland, in Afrika oder an anderen Orten der Welt.

Die Ausstellung lädt zu einer kulinarischen Weltreise der besonderen Art ein und beleuchtet Facetten rund um das Essen, Nahrungsproduktion und Handel, Genuss und Geschäft, Hunger und Überfluss, vom frisch Gepflügten bis zum vollen Teller. Besucherinnen und Besucher finden eine Erlebniswelt vor, die sie aus verschiedenen Perspektiven spielerisch erkunden können.

Eine Reise mit neuem Pass
Die Besucher starten im Foyer in vertrauter Umgebung mit einem gedeckten Tisch und einer einheimischen Küchenfront, gefüllt mit Informationen und Fragen zum eigenen Essen, Wasserverbrauch, Einkaufen und Kochen.

Im ersten Stock machen sich die Besucher auf die Reise durch acht Länder. Beim Start am Zoll erhalten sie einen Pass – nach dem Zufallsprinzip wird ihnen eine der acht Nationalitäten zugeteilt. Unterwegs treffen sie Menschen, die Ihnen erzählen, wie sie sich ernähren oder wie unsere Nahrung produziert und gehandelt wird. Eine Kakaobäuerin aus Honduras. Ein junger Sojazüchter aus Brasilien. Eine Marktfahrerin aus Burkina Faso . Eine kämpferische Agronomin aus Indien. Ein Börsenhändler aus den USA, der mit Mais Geschäfte macht.

In jedem Land gibt es auch Hintergrundinformationen zu grösseren Themen wie Biodiversität, Fairer Handel, Fleischproduktion, industrielle Landwirtschaft, Biolandbau,, Wasser für Nahrung, Landraub und Überfischung der Meere. Bevor es ins jeweils nächste Land geht, kann man sich im Pass seine Eindrücke notieren und das Visum hineinstempeln.

Auf die acht Reisedestinationen folgt ein Zukunftsraum. Hier gibt ein futuristisch inszenierter Professor Prognosen ab. Wenn man seinen Pass an den Strichcode-Leser hält, orakelt er über die Entwicklung des jeweiligen Landes. Vier Fachleute suchen in einer auf Bildschirmen inszenierten Diskussion Antworten auf die Frage, wie bis 2050 neun Milliarden Menschen ernährt werden können. Und verschiedene Slideshows (Text-Bild-Projektionen) zeigen Herausforderungen für die künftige Ernährung anhand exemplarischer Themen wie städtische Landwirtschaft, Slow Food, Heuschrecken als Proteinlieferanten und funktionale Lebensmittel.

Schliesslich kehren die Besucher über den Zoll zurück in die Schweiz. Vom Zöllner aufgefordert dazu, reflektieren sie ihr persönliches Konsumverhalten und haben die Möglichkeit, eigene Vorsätze oder Eindrücke als Videobotschaft aufzunehmen. Diese können die Besucherinnen und Besucher auf Wunsch auf der Ausstellungswebsite öffentlich machen.

Online-Plattform
Die Website www.wir-essen-die-welt.ch umfasst nicht nur eine Sammlung der Videobotschaften als Unterhaltungselement. Sie ermöglicht auch eine Auseinandersetzung mit den Ausstellungsinhalten – zum Kennenlernen vor oder zur Vertiefung nach dem Besuch.

Veranstaltungsprogramm
Ausstellung und Begleitprogramm vermitteln sinnlich, emotional und intellektuell Hintergründe zur nachhaltigen Ernährung und zur globalen Nahrungsmittelproduktion. Sie widmen sich sozialen und ökologischen Fragen, zeigen Lösungsansätze und positive Beispiele auf und motivieren Erwachsene, Jugendliche sowie Schülerinnen und Schüler zum Mitmachen und Handeln.

Im Begleitprogramm zur Ausstellung bitten das Naturama und Helvetas zu Tisch und präsentieren ein vielfältiges Veranstaltungsgedeck mit starkem Bezug zum heimischen Herd, gewürzt mit Geist und Aargauer Pfiff. Neue Formate wie das Speed Dating, das soziokulinarische Experiment "dinner-for-more" oder die Kocharena werden ergänzt mit Podiumsdiskussionen, Filmabenden im Untergrund, Vorträgen, Exkursionen und dem speziellen Angebot für Schulen.

Wir essen die Welt
eine Ausstellung über Genuss, Geschäft und Globalisierung
3. Mai 2013 bis 9. Februar 2014

Aargauer Naturmuseum
Feerstrasse 17
5001 Aarau
Tel. 0041-62 832 72 81
www.naturama.ch

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