Freitag, 7. März 2008

Kreative Köpfe: La Tina


3land.- Tina Wyss lebt den Flamenco. Ihren Fans ist die gebürtige Liestalerin als La Tina längst ein Begriff. Aufgewachsen ist sie in Baselland und Baselstadt. Nach dem Schulabschluss machte sie ihr SBTG-Diplom (Schweizerischer Bund für Tanz und Gymnastik), lernte die Körpersprache des Flamencos bei La Carbona und die Ausdrucksformen des Indischen Tanzes bei Esther und Keshava. Später setzte sie ihre Flamenco-Ausbildung an der Akademie für Spanischen Tanz "Amor de Dios" in Madrid bei Maria Magdalena und El Guito fort, sie nahm Privatunterricht bei Susanna und Antonio Robledo, Mercedes y Albano, Pacida Tomas, Joaquin Villa, Angel Torres und Cintia in Madrid. Seit 1986 ist sie auf Bühnen in der Schweiz, Deutschland, Frankreich und Australien zu sehen, 1986 folgte auch die Eröffnung der eigenen Flamencotanzschule. Und das war erst der Anfang. La Tina beantwortet diese Woche die 15 Fragen für 3land.info.
Lebensmotto?
Humor

Sternzeichen?
Krebs

Jahrgang?
1962

Wie würden Sie sich und Ihre künstlerische Arbeit beschreiben (Ihre Antriebsfedern, die Themen; was wollen Sie für sich und die anderen damit erreichen?)
Drängende Lebenskraft und starke innere Bilder, welche Form suchen. Antriebsfedern sind immer das gegenwärtige Projekt im Herz und das nächste im Kopf.
Der Wunsch, andere Menschen mit seinem Tanz zu berühren, berührt zu werden.
Die Notwendigkeit, Flamenco neu aus sich selbst zu gestalten, keine Kopie eines Originals zu sein.

Was verstehen Sie unter guter Kunst und wie fing alles an?
Gute Kunst ist für mich stark und zerbrechlich zugleich. Sie soll anrühren, bewegen, aufwecken und verstören. Immer in Bezug zur Gegenwart.

Familie, erblich vorbelastet?
Mein Grossvater väterlicherseits soll ein guter Tänzer gewesen sein...

Noch eine andere Profession?
Nein. Bin glücklich vom Tanzen leben zu können. Auch meine tanzpädagogische Aufgabe erfüllt mich.

Hobbys?
Nicht wirklich. Mein Beruf ist allumfassend. Ich lese viel, aber auch dies ist untrennbar mit meinem Tanzen verbunden.

Lebensstationen?
Empfinde mein Leben nicht als ein in Stationen unterteiltes Ganzes. Städte, wie Madrid, London, Melbourne, Warschau und Krakau haben Spuren hinterlassen. Ein bedeutender Einschnitt war sicher die Geburt meiner Zwillingstöchter.

Vorbilder?
In meiner Jugend hatte ich Einige, Alice Schwarzer zum Beispiel. Vorbilder leuchten und motivieren, können aber auch vom „Eigenen“ wegführen. Nun gehe ich meinen eigenen Weg, als brüchiges Vorbild für meine Töchter.

Die größten Stärken?
Humor, Leidenschaft und Sensibilität.

Die größten Schwächen?
Dieselben

Ich mag?
Bei Regenwetter zum Fenster hinausschauen, im Zug von Berlin nach Warschau sitzen und Zywiec trinken, die Costa de la Luz, mit meinen Töchtern schlimme neue Schimpfwörter erfinden, stundenlang durchzutanzen, in einem Bergwerk sein, in der Nacht Taxi fahren, roten Wein trinken, das Meer...

Ich mag nicht?
Humorlosigkeit, Mittelmässigkeit, Elternabende, gesunde Schuhe, alles „Praktische“...

Ich wünsche mir?
Auch im hohen Alter noch tanzen zu können, weil ich überzeugt bin, dass auch „ältere TänzerInnen auf die Bühne gehören.

Homepages:
http://www.theamberensemble.com,
http://www.flamenco-rosa.ch

Foto: Tina Wyss.

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