Dienstag, 25. November 2008

Basel: Gärten und Geburtstage (bis 21. Dezember)


Basel.- Nicht mit einem literarischen, sondern mit einem theologischen Quartett beginnt das Dezemberprogramm des Basler Literaturhauses am Mittwoch, 3. Dezember 2008, 19 Uhr. Am nächsten Tag ist Georg Kreis anlässlich seines 65. Geburtstages im Gespräch mit Iso Camartin zu erleben. Außerdem im Dezember: Christian Haller liest aus seinem neuen Buch "Im Park" (9.), Urs Widmer stellt „Die schönsten Geschichten aus Tausendundeiner Nacht“ vor (13.). Kurz vor Weihnachten ist ein Besuch angesagt: Zum 150. Geburtstag Puccinis führt am 22. Dezember Helmut Krausser, „Die kleinen Gärten des Maestro Puccini“.

Das Theologische Quartett bespricht Neuerscheinungen zu religiösen, theologischen und spirituellen Themen. Nicht Fachliteratur steht dabei im Vordergrund, sondern Sachbücher und Literatur, die allgemein verständlich sind. An diesem Abend werden folgende Bücher besprochen:
  • André Comte-Sponville, Woran glaubt ein Atheist? (Diogenes 2008)
  • Fulbert Steffensky, Mut zur Endlichkeit. Sterben in der Gesellschaft der Sieger (Radius Verlag 2007)
  • Thomas Pynchon, Gegen den Tag (Rowohlt 2008)
Mit von der Partie sind Dr. Regine Munz, Privatdozentin für Systematische Theologie, Universität Basel , Dr. Charles Martig, Leiter Katholischer Mediendienst, Filmpublizist, Zürich, Dr. Thomas Brunnschweiler, Theologe und Schriftsteller. Moderation: Dr. Adrian Portmann, Theologe, Studienleiter Forum für Zeitfragen.

Donnerstag, 4. Dezember 2008, 19 Uhr: Georg Kreis ist nicht nur einer der renommiertesten Historiker der Schweiz, sondern auch ein aktiver politischer Zeitgenosse. Seine profilierten Äusserungen zu brisanten Themen der Schweizer Geschichte und Politik haben Gewicht – und lassen ihn gelegentlich anecken. Im Gespräch mit Iso Camartin geht es um wissenschaftliches und literarisches Schreiben, um die Schweiz und ihre Nachbarn und um die Frage, warum jeder seinen Süden braucht.

Georg Kreis (* 1943), ist seit 1993 Leiter des interdisziplinären Europainstituts der Universität Basel. Er ist Präsident der Eidg. Kommission gegen Rassismus. 1996 – 2002 war er Mitglied der Expertenkommission „Schweiz – Zweiter Weltkrieg“. Zahlreiche Auszeichnungen und Publikationen, zuletzt: „Nachbarn in Europa“ (Schwabe 2008) und „Ein Haus in Pedrinate“ (Huber 2008).

Iso Camartin (*1944), war Professor für rätoromanische Literatur und Kultur an der ETH und der Universität Zürich und u.a. Leiter der Abteilung Kultur von SF DRS (2000 -2003). Er lebt heute als vielfach ausgezeichneter Autor und Dozent in Zürich, wo er die Opernwerkstatt am Opernhaus leitet. Zuletzt erschienen: „Die Deutschen und ihre Nachbarn: Schweiz“ und „Die Geschichten des Herrn Casparis“ (beide Beck 2008).

Dienstag, 9. Dezember 2008, 19 Uhr: Christian Hallers Lesung aus „Im Park“ (siehe auch 3land-Lesetipp) wird von Manfred Papst, Literaturkritiker, NZZ am Sonntag moderiert. Der Roman erzählt eine vermeintlich bekannte Dreiecksgeschichte. Während seine Frau Lia nach einer Gehirnblutung im Krankenhaus liegt, reflektiert der Paläontologe Emile Ryffel sein Leben. Seine Frau, die mit dem Überleben kämpft, kann er nicht alleine zurücklassen, aber genauso wenig kann er die Sehnsucht, aus den erstarrten Gewohnheiten auszubrechen, verleugnen. Ein Dilemma, in das sich der Mann immer rettungsloser zu vers tricken scheint.

Christian Haller (*1943) lebt als Schriftsteller in Laufenburg. Er wurde u.a. mit dem Aargauer Literaturpreis 2006 und dem Schillerpreis 2007 ausgezeichnet.

Samstag, 13. Dezember 2008, 17 Uhr: Eine Veranstaltung für Kinder ab 8 Jahren bitet das Literaturhaus zusammen mit Urs Widmers: „Die schönsten Geschichten aus Tausendundeiner Nacht“. Dazu gesellt sich Tatjana Hauptmann, die Moderation hat Katrin Eckert, Intendantin Literaturhauses Basel

Urs Widmer erzählt sechs Geschichten der unsterblichen Scheherzad neu. Dank seiner Sprachkraft und seinem „traumwandlerischen Gefühl für Poesie“ (FAZ) entfalten die Texte ihren ganzen orientalischen Zauber, ihre Deftigkeit und ihre Tiefgründigkeit und schaffen gleichzeitig einen frischen Zugang zu den berühmtesten Figuren aus 1001 Nacht. Die bekannte Kinderbuchillustratorin Tatjana Hauptmann hat die Geschichten in ihrem unverwechselbaren Stil bebildert.

Urs Widmer (*1938), geboren in Basel, lebt als freier Schriftsteller in Zürich. Zuletzt wurde er mit dem „Friedrich-Hölderlin-Preis 2007“ ausgezeichnet. Er gehört zu den bekanntesten deutschsprachigen Autoren.

Tatjana Hauptmann (*1950 in Wiesbaden) besuchte die Werkkunstschule in Offenbach, kam nach einer dreijährigen Grafiklehre an die Werkkunstschule Wiesbaden und 1970 zum ZDF, wo sie u.a. Mainzelmännchen zeichnete. Sie hat zahlreiche Bücher illustriert.

Sonntag, 21. Dezember 2008, 14.30 Uhr (Theater Basel, Foyer Grosse Bühne): Zum 150. Geburtstag Puccinis am 22. Dezember führt Helmut Krausser, in „Die kleinen Gärten des Maestro Puccini“, Einführung und Moderation: Katrin Eckert, Leiterin Literaturhaus Basel, und Dietmar Schwarz, Operndirektor Theater Basel. Aus Liebe zu den Opern Puccinis begann Helmut Krausser die verborgenen Lebensumstände des Komponisten zu erforschen. Ausgehend von den Ergebnissen seiner Recherche, schrieb er einen Roman, der zehn ereignisreiche Lebensjahre Puccinis in neuem Licht erscheinen lässt. Rund um die Person des heutzutage populärsten Opernkomponisten entfaltet sich das spannende Panorama der letzten Phase der Belle Epoque.

Helmut Krausser (*1964), lebt in Berlin. Seine Romane „Der grosse Bagarozy“ und „Fette Welt“ wurden fürs Kino verfilmt. Zuletzt erschien sein Gedichtband „Plasma“.

Einlass/Kasse eine halbe Stunde vor Beginn. Eintritt: SFr. 10.–/15.–
Veranstaltung am 13. Dezember: Eintritt für Kinder von 8 bis 16: SFr. 5.-

Anmeldung und Informationen beim Literaturhaus Basel unter:
Tel ..41 (0)61 261 29 50, Fax ..41 (0)61 261 29 51
E-Mail: info@literaturhaus-basel.ch,
Reservation: http://www.literaturhaus-basel.ch/ möglich.

Literaturhaus Basel,
Barfüssergasse 3
CH-4051 Basel,
Tel 0041 (0)61 261 29 50

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