Dienstag, 24. März 2009

Der Zug der Erinnerung

http://www.zug-der-erinnerung.eu/trailer.htmlFreiburg.- Der „Zug der Erinnerung“ hält auch an der Dreisam: Von Sonntag, 29. März, 11 Uhr, bis Mittwoch, 1. April, kann der „Zug der Erinnerung“ besichtigt werden, der mit einer Ausstellung das Gedenken an Kinder und Jugendliche wach hält, die während der Zeit des Nationalsozialismus deportiert worden sind. Er steht auf Gleis 8 am Freiburger Hauptbahnhof und ist von 8.30 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Die Freiburger Unterstützungsgruppe „Zug der Erinnerung“ hat eine Ergänzung zur Ausstellung erarbeitet, in der Schicksale von Kindern und Jugendlichen aus Freiburg und Umgebung dokumentiert werden. Außerdem veranstaltet sie ein Begleitprogramm.
Es beginnt mit der Widerstandstrilogie des Freiburger Filmemachers Bodo Kaiser. Im ersten Teil wird Gerhard Leo por- traitiert, ein Deutscher in der französischen Résistance. Der Film beginnt am Freitag, 27. März, um 17.30 Uhr im Kommunalen Kino, Urachstraße 40. Der zweite Film stellt Kurt Hälker und Hans Heisel vor, die ebenfalls in der Résistance waren (Samstag, 28. März, 17.30 Uhr). Im Mittelpunkt des dritten Teils steht der Ort Oradour-sur- Glane, dessen Bevölkerung 1944 durch die SS nahezu vollständig ausgelöscht wurde (Sonntag, 29. März, 17.30 Uhr). Nach den Vorführungen besteht die Möglichkeit, mit den Filmemachern zu diskutieren.

Eine Stolperstein-Führung am Sonntag, 29. März, um 14 Uhr findet an den Steinen für die Familie Abraham/Grumbacher statt, Treffpunkt: Eisenbahnstraße 66. Sie weist auf die Initia- tive des Kölner Künstlers Gunter Demnig hin. Mittlerweile erinnern rund 130 Steine in der Innenstadt, im Stühlinger, in der Wiehre und in Herdern an deportierte Jüdinnen und Juden, Zeugen Jehovas und Euthanasieopfer.

Um den Kaufmann, Stadtverordneten und Emigranten Max Mayer geht es in einer weiteren Führung am Dienstag, 31. März, um 9.30 Uhr, Treffpunkt: Bertoldstraße 31. Mit dem Nazi-Terror gegen Sinti-Familien in Südbaden befasst sich Regionalhistoriker Reinhold Hämmerle, Kulturkreis Herbolzheim, in einem Vortrag. Er findet am Montag, 30. März, um 11 Uhr in der Landeszentrale für Politische Bildung, Bertoldstraße 55, statt.

„In deinen Mauern wohnt das Leid“ – unter diesem Titel präsentieren Ensemblemitglieder des Theaters Freiburg Lieder und Texte von Verfolgung und Deportation. Das Konzert beginnt am Montag, 30. März, um 11.20 Uhr in der Max- Weber-Schule, Fehrenbachallee 14. Es findet im Rahmen der Ausstellung „Nazi-Terror gegen Jugendliche“ statt, die dort bis zum 1. April montags bis freitags von 10.30 bis 16 Uhr zu sehen ist. Die Veranstaltung wird am Montag, 30. März, um 20 Uhr im Winterer-Foyer des Theater Freiburg wiederholt.

Eine Begegnung mit Esther Bejarano, einstiges Mitglied des Mädchenorchesters von Auschwitz, im Goethe-Institut, Wilhelmstraße 17, steht am Montag, 30. März, um 18 Uhr auf dem Programm. „Wir leben trotzdem“ lautet das Motto der Veranstaltung.

Eine weitere Begegnung gibt es am Dienstag, 31. März, um 9.30 Uhr im St.Ursula-Gymnasium, Eisenbahnstraße 45. Über eine jüdische Odyssee Berlin – Reykjavik – Kopenhagen berichtet Felix Rottberger am Dienstag, 31. März, um 11 Uhr in der Landeszentrale für politische Bildung, Bertoldstraße 55.

Aus seinem Buch „Der große Irrtum. Die Erinnerungen des NSDAP-Mannes Friedrich Lodemann“ liest der Freiburger Schriftsteller Jürgen Lodemann am Mittwoch, 1. April, um 19 Uhr im Solartower im Hauptbahnhof, Raum „Toskana“. Anschließend besteht Gelegenheit zum Gespräch.

„Die Widerständigen – Zeugen der Weißen Rose“ lautet ein Film über die Widerstandsarbeit Münchner Studenten in den Jahren 1942 und 1943. Das Kommunale Kino, Urachstraße 40, zeigt ihn am Samstag, 4. April, um 19.30 Uhr. Anschließend gibt es eine Diskussion mit der Regisseurin Katrin Seybold.
Weitere Informationen erhält man telefonisch im Kulturamt unter der Nummer 0761/201-2101 und im Internet unter www.zug-der-erinnerung.eu. Ein Programmfaltblatt ist unter anderem beim Kulturamt, Münsterplatz 30, und bei der Bürgerberatung im Rathaus erhältlich. Es kann auch unter www.zug-der-erinnerung.eu/fahrplan.html heruntergeladen werden.

Verantwortlich für das Veranstaltungsprogramm ist die Freiburger Unterstützungsgruppe „Zug der Erinnerung“: Deutsch-Israelische Gesellschaft, Arbeitsgemeinschaft Freiburg Gegen Vergessen – Für Demokratie, Sektion Südbaden Geschichtswerkstatt an der Lessing- Realschule, Freiburg Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Freiburg Goethe-Institut Freiburg Jüdische Gemeinde Freiburg Katholische Akademie der Erzdiözese Freiburg Kommunales Kino Freiburg Kulturamt Freiburg Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Außenstelle Freiburg Max-Weber-Schule Freiburg Nachbarschaftswerk Freiburg Stadtarchiv Freiburg Stolpersteine Freiburg St.Ursula-Gymnasium Freiburg Theater Freiburg Südwestrundfunk Studio Freiburg Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, Kreisvereinigung Freiburg.

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