Freitag, 6. November 2009

Der Legionär - wie er lebte und starb

Sonnenuhr aus römischer Zeit Quelle: Kantonsarchäologie


Brugg.-
Das Vindonissa-Museum in Brugg ist selbst ein "Ein Gesamtkunstwerk zwischen Jugendstil und Antike", wie die aktuelle Sonderausstellung unter Beweis stellen soll, die noch bis 30. November läuft. Es beherbergt die Funde aus dem einzigen römischen Legionslager der Schweiz. Und erst unlängst ist im renovierten Museum die neu gestaltete Dauerausstellung im Obergeschoss des Museums eröffnet worden. Sie gibt Einblick ins Alltagsleben der römischen Soldaten vor fast 2000 Jahren. Damit sind wieder alle archäologischen Spitzenstücke aus Vindonissa und überraschende Neufunde der vergangenen Jahre zu besichtigen.
Blickfang sind die beiden lebensgrossen Figuren eines Offiziers und eines Legionärs.

In Vindonissa richteten sich einst rund 6000 römische Legionäre und nochmals so viele Leute aus dem Heerestross dauerhaft ein. An keinem anderen Platz zwischen Alpen und Rhein war Rom physisch so stark präsent wie in Vindonissa. Mitglieder aus dem Senatoren- und Ritterstand Roms, die zur höchsten Führungsschicht des Imperiums zählten, absolvierten hier ihren mehrjährigen Militärdienst für den römischen Kaiser.Die Anwesenheit der Legion hatte weitreichenden Einfluss auf die einheimischen Kelten.

Der römische Legionär, wie er lebt und stirbt, also der Mensch steht im Zentrum der Ausstellung. Vorgestellt werden seine Aufgaben und Pflichten im Alltag des Legionslagers, die Ausrüstung und Bekleidung der Soldaten und Offiziere, der Tagesablauf, die Unterkünfte und die Ernährung. Weitere Themen sind die Freizeitvergnügen wie das Zechgelage in der Schenke, der Besuch der Therme und des Amphitheaters und das Geniessen exotischer Importe als kleiner Luxus im Alltag. Zudem thematisiert die Ausstellung die Umgebung des Legionslagers mit den Friedhöfen und der zivilen Siedlung sowie den Kontakt der Armee mit der Zivilbevölkerung.

Aufgeworfen werden auch Fragen der Lebensplanung, der Karriere und der Perspektiven der Soldaten und Offiziere: Welche Vorteile bot der Eintritt in die Armee einem einheimischen Mann? Wie gestaltete sich die Familienplanung während der 25-jährigen Dienstzeit? Was unternahmen die Soldaten nach ihrer Entlassung aus der Armee? Persönliche Schicksale aus der Zeit vor bald 2000 Jahren werden sichtbar, vom Kleinkind bis zum Kaiser. Steckbriefe erlauben es, Menschen kennenzulernen, die in Vindonissa lebten und dort Spuren hinterliessen.

Der Museumsrundgang schliesst mit einem Blick auf den grössten Abfallberg des 1. Jahrhunderts in der heutigen Schweiz, den so genannten "Schutthügel" von Vindonissa. Dieser ist wegen hervorragender Erhaltungsbedingungen ein einzigartiges Fundarchiv.

Vindonissa-Museum
Museumsstrasse 1
Brugg
Telefon 056 44...
vindonissa@ag.ch

Öffnungszeiten
Di bis Sa 13-17 Uhr
So 10-17 Uhr

Für Schulen auf Voranmeldung:
Di bis Fr 10-12 Uhr

Eintritt
Erwachsene CHF 5.00
Schüler/-innen CHF 2.00 (auch in Klassen)
Gruppen (10 Personen)
CHF 3.00 pro Person

www.ag.ch/vindonissa

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