Dienstag, 17. September 2013

Erzähler-Festival


Charles Aceval; Quelle:Kulturamt Weil am Rhein
Weil am Rhein.- Ein Erzähler-Festival veranstaltet das Weiler Kulturamt Anfang Oktober rund um den Besuch von acht europäischen Partnerstädten eines EU-Projektes, bei dem das Erzählen von Geschichten, Anekdoten oder Erlebnissen im Mittelpunkt steht. Vom 3. bis 6. Oktober treffen sich in  rund 50 Mitglieder des Erzähler-Projektes "My Story is your Story", an dem Menschen und Einrichtungen aus Polen, Portugal, Schweden, Spanien, Türkei, Belgien, England, Frankreich und Weil am Rhein teilnehmen. Das Treffen ist eingebettet in das Festival „Erzählen" des Weiler Kulturamtes vom 3. bis 6. Oktober. Premium-Sponsor ist badenova.

Im Rahmen des Festivals bieten die professionellen Märchenerzähler Hansjörg Ostermayer aus Tübingen und der Franzose Charles Aceval am Sonntag, den 6. Oktober von 9 bis 18 Uhr im Alten Rathaus von Weil am Rhein einen Erzählworkshop für Menschen an, die im Gehörten oft Splitter des eigenen Lebens finden. "Da ging mir's wie im Märchen" lautet der Titel entsprechend. Anmeldungen nimmt das Kulturamt Weil am Rhein unter der Telefon-Nummer +7621 704 412 oder kultur@weil-am-rhein.de entgegen. Die Gebühr für das eintägige Seminar beläuft sich auf € 15,- oder € 10,- für Jugendliche.

Märchen sind dazu da, gelesen und erzählt zu werden. Häufig aber berühren sie eigene Lebenserfahrungen und wecken das Bedürfnis, dieselbe mitzuteilen. So gibt eines das andere: Ein Märchen fördert Autobiographisches zutage, und dieses wiederum steckt die Gemeinschaft zu Erzählrunden an. In dem Seminar wird genauso vorgegangen: Hansjörg Ostermayer und Charles Aceval bringen Kurzmärchen ein. Anschließend erzählt jeder, der Lust hat, aus dem eigenen Leben. An ausgewählten Stellen wird es auch darum gehen, die eigene Erzähltechnik zu verfeinern. Die beiden Profis geben Tipps und Hilfen. Zu den beiden Erzählern und Seminarleitern:

Hansjörg Ostermayer ist einer der wenigen hauptberuflichen Märchenerzähler Deutschlands. Nach dem Studium der Germanistik und Geschichte in Tübingen nutzte er sein Lehramtsreferendariat für erste Erfahrungen im freien Erzählen. Impulsgebend waren auch zahlreiche Reisen in die inselkeltischen Länder, der Kulturaustausch mit Mitbürgern aus Asien, Afrika und Amerika sowie die Mitarbeit in der Friedens- und Menschenrechtsbewegung. Erfahrungsbereichen wie diesen verdankt er sein breites Erzählrepertoire.

Charles Aceval wurde in den algerischen Hochebenen geboren, an der Schnittstelle des Nordens und Südens, wo die Nomadenstämme im Frühjahr ihre Zelte aufschlagen und sich die städtische Kultur der Sesshaften mit den Traditionen der Beduinen vermischt. Seine Mutter heiratete einen baskisch-stämmigen Siedler, so wuchs er auf in den Traditionen und Überlieferungen der maghrebinischen Nomaden und in der organisierten Welt der französischen Kolonialisten. Eine Kindheit in der Welt der Märchen und der Magie. Seine Schwester Nora Aceval ist seit vielen Jahren in Frankreich eine erfolgreiche Märchenerzählerin und Autorin zahlreicher Bücher.

Bei der vhs Weil am Rhein läuft seit Beginn des Jahres ein Englisch-Sprachkurs zum gleichen Thema. Teilnehmer aus Weil am Rhein haben bislang Treffen bei Danzig, Antwerpen, Porto und Haparanda besucht. Am Freitag und Samstag werden bei Workshops Erzählstoffe ausgetauscht, nachmittags Besichtigungen und Exkursionen organisiert. Die Veranstaltungen sind ein Angebot an die Teilnehmer der Treffen und die Öffentlichkeit in der Region.

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