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Donnerstag, 23. April 2015

Allerlei Zweifel in der Eifel

Wer noch immer glaubt, Liebe und Mordlust haben nichts miteinander zu tun, wird vom Leben manchmal eines Besseren belehrt. Und wenn dann auch noch eine bislang ungeklärte Bombenlegeraffäre dazu kommt, die die Menschen in Luxemburg bis heute umtreibt, dann haben Sie den Stoff für einen Krimi. Ich hatte jedenfalls den Stoff für einen Krimi, der – nein, nicht in Luxemburg – sondern in einem kleinen Dorf in der Eifel spielt. Und der außerdem eine Trierer Domina beschäftigt sowie diverse Agenten und jede Menge dunkle Gestalten. Das sind jedoch nicht die Hauptfiguren meines ersten Eifelkrimis, sondern ganz andere. Unter ihnen: Vicki, eine Frau, die von der Liebe allerhand versteht, inklusive der dazugehörigen Rezepte, falls auch bei Ihnen mal Aphrodisierendes zum Nachkochen gefragt ist, weil sich die Gelegenheit zum Vernaschen bietet. Der Titel: „Die Eifel ist der Liebe Tod“. Ach ja, ein renitenter Ziegenbock ist auch noch mit von der Partie.

Zur Geschichte: Der Sohn ein toter Luxemburger Investmentbanker, die Schwiegertochter eine Erpresserin in Lebensgefahr: Hinnerk, der pensionierte Frachtschiffkapitän mit schwäbischen Wurzeln, hat alle Hände voll zu tun, um die Idylle in der Eifel wiederherzustellen. Doch er kann nicht verhindern, dass seine Enkelin entführt wird – und ihn seine längst vergessen geglaubte Geheimdienstvergangenheit einholt...

Die Eifel ist der Liebe Tod


Die Eifel ist der Liebe Tod erscheint im Mai im emons Verlag

Eifel Krimi
Broschur
240 Seiten
ISBN 978-3-95451-550-9
Euro 9,90 [D] , 10,20 [AT]
In diesem Zusammenhang sei es mir erlaubt, daran zu erinnern, dass im Februar mein jüngster Berlinkrimi um die Kommissaren-Familie Kappe erschienen ist. „Tod eines Clowns“ spielt – nach diesem Titel wird Sie das nicht überraschen – im Jahr 1960 im Berliner Zirkusmilieu.
Und last, aber nicht least: Falls Sie Lust haben, mich in diesem Jahr noch einmal zu treffen, dann gibt es noch eine einzige Gelegenheit: Am 29. April, um 20 Uhr, lese ich auf dem Brunnmatthof Unteralpfen aus "Die Köchin und der König".Es geht um gutes Essen, Musik und die Frage, wie es kam, dass Rudolf von Habsburg mit Hilfe der Köchin Mathilde und des Minnesängers Steinmar den deutschen Königsthron für sich gewinnen konnte. Ansprechpartnerin: Monika Studinger, mail@monika-studinger.de, Tel. 07755 939 774.
Ich freue mich auf Sie. Ansonsten:
Bis später auf diesem Wege

Mittwoch, 12. September 2012

Online: Liste der lebendigen Traditionen

3land.- Es ist immer wieder erstaunlich, was es so alles gibt: Am 10. September veröffentlichten das Bundesamt für Kultur und die kantonalen Kulturstellen die „Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz“. Die Liste umfasst 167 Traditionen, die in Wort, Bild und Ton ab sofort unter www.lebendige-traditionen.ch zugänglich sind. Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft sind mit mehreren lebendigen Traditionen in der Liste vertreten.

Die „Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz“ entstand im Rahmen der Umsetzung des UNESCO-Übereinkommens zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes, das 2008 von der Schweiz ratifiziert wurde. Die Liste sensibilisiert für die regionale Vielfalt der lebendigen Traditionen der Schweiz. Gleichzeitig bildet sie die Grundlage für die Nominierung von lebendigen Traditionen für die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes.

Die Projektleitung lag beim Bundesamt für Kultur. Die kantonalen Kulturstellen beteiligten sich bei der inhaltlichen Ausarbeitung der Publikation. Die Kantone Basel-Stadt und Basel- Landschaft schlossen sich für das Projekt zusammen und beauftragten das Büro Schürch & Koellreuter, Kulturwissenschaft und Geschichte, aus Basel mit der Eruierung lebendiger Tra- ditionen der beiden Kantone sowie der Ausarbeitung von ausführlichen Dokumentationen, die nun Eingang in die Online-Publikation fanden.

Als Projektverantwortliche der beiden Kantone zeichneten Jeannette Voirol (stv. Leiterin Ab- teilung Kultur BS) und Niggi Ullrich (Leiter kulturelles.bl).

Weitere Informationen finden Sie unter: www.lebendige-traditionen.ch oder bei: Koordinationsstelle zur Umsetzung der UNESCO-Konvention IKE in den Kantonen Basel- Stadt und Basel-Landschaft: Bernadette Hauert, Stabsstelle Amt für Kultur, Amtshausgasse 7, 4410 Liestal 061 552 50 70, bernadette.hauert@bl.ch

Montag, 23. Juli 2012

Koons kolossal blumig

Riehen.- Split-Rocker ist eine kolossale Blumenskulptur des amerikanischen Künstlers Jeff Koons. Das Werk ist momentan im Park der Fondation Beyeler zu sehen und besteht aus Tausenden echter Pflanzen. Jeff Koons hat dafür über zwanzig Blumenarten in allen möglichen Farben verwendet.

Zur Würdigung des Basler Split-Rocker hat die Fondation Beyeler ein exklusives Magazin gleichen  Namens herausgeben. Das 20-seitige Heft wurde redaktionell betreut von Finn Cannonica, Chefredakteur DAS MAGAZIN. Es beinhaltet einen bunten Strauss Geschichten und Gespräche über Gärten, Blumen, Kultur und Kunst.

Den Auftakt machen siebzehn Künstlerinnen und Künstler, darunter Olaf Breuning, Pipilotti Rist und Jennifer Rubell, die über ihre persönliche Beziehung zu Gärten und ihre Lieblingsblumen berichten. Jeff Koons verrät im Interview, wie grün sein Daumen wirklich ist. Und der Schweizer Parfümeur Andy Tauer gibt preis, was die Jasminblüte und der typische Fäkalgeruch gemeinsam haben. Der Kolumnist  Max Küng erinnert sich an den Garten seiner Mutter und die Besonderheit von Gartenkatalogen, während der Publizist Jakob Augstein über die Gleichwertigkeit von Liebe und Garten sinniert. Der renommierte Basler Fotograf Andri Pol hat das Magazin mit einzigartigen Hochglanzfotos bereichert.

Das «Split-Rocker»-Magazin ist für CHF 5.-- in Deutsch und Englisch im Art Shop der Fondation Beyeler erhältlich.

Split- Rocker ist voraussichtlich noch bis Oktober 2012 kostenlos in der Parkanlage der Fondation Beyeler zu besichtigen. Die Ausstellung Jeff Koons mit den drei zentralen Werkgruppen «The New», «Banality» und «Celebrity» läuft bis zum 2. September 2012.

Öffnungszeiten der Fondation Beyeler: Täglich 10.00–18.00 Uhr, mittwochs bis 20.00 Uhr

Fondation Beyeler,
Beyeler Museum AG,
Baselstrasse 77,
CH-4125 Riehen

www.fondationbeyeler.ch

Mittwoch, 16. Mai 2012

Geprägte Zeit

Basel.- Als herausragende Dokumente der Kunst- und Kulturgeschichte spiegeln Medaillen Gepflogenheiten, Ereignisse und Persönlichkeiten vergangener Epochen. In der Handels- und Gelehrtenstadt Basel war diese Art der metallenen Verewigung schon früh üblich, angefangen mit Erasmus von Rotterdam (1519). Ausgehend vom Bestand des Historischen Museums Basel und den wichtigsten Sammlungen des In- und Auslands, legt Christian Winterstein erstmals einen umfassenden Katalog aller bekannten Medaillen vor, die bis 1901 in Basel hergestellt wurden und auf Basler Persönlichkeiten oder Ereignisse verweisen.

Medaillen sind münzähnliche Erinnerungsstücke ohne Geldfunktion, die als Geschenk- oder Schauprägungen anlässlich besonderer Gelegenheiten oder Ereignisse hergestellt wurden. Dabei wurde das runde Metallstück bald mehr als ein reines Kunstobjekt: Als Zeugnis herausragender Aktualitäten wie Hochzeiten, Geburten, Siege und andere wichtige Anlässe sind Medaillen gleichsam Newsmeldungen der damaligen Zeit. So beschreibt der Autor die kleinen Preziosen nicht nur detailliert aus kunsthistorischer Sicht, sondern erläutert auch die Hintergründe, die zur Fertigung der Objekte geführt haben. Das macht ‹Die Basler Medaillen› sowohl zu einer wertvollen Dokumentation für Numismatiker und Sammler als auch zu einem spannenden Lesebuch für Basler Geschichte und Geschichten.

Der Katalog listet sämtliche bekannten Medaillen mit Basler Bezug chronologisch auf, beginnend mit der Erasmus-Medaille von 1519 und endend im Jahr 1901, als Basel die 400-jährige Zugehörigkeit zur Eidgenossenschaft feierte. Mit frühen Werken des zu seiner Zeit bedeutendsten Schweizer Medailleurs Hans Frei (1868-1947) aus Riehen bietet die Publikation ausserdem einen Ausblick auf die Medaillenkunst des 20. Jahrhunderts.


Über den Autor:

Christian Winterstein baute für eine Schweizer Grossbank eine numismatische Abteilung als neuen Geschäftsbereich auf. Als deren langjähriger Leiter führte er über fünfzig Münzaukti-onen im In- und Ausland durch. Zu seinen Publikationen gehören u.a. die beiden Referenz-werke über die Goldgulden (1977) und die Taler von Basel (1983).

Historisches Museum Basel (Hg.)
Christian Winterstein
DIE BASLER MEDAILLEN
Kleinkunst aus vier Jahrhunderten
340 Seiten, 482 Katalognummern mit Farbabbildungen, gebunden
25 x 27 cm
© 2012 Christoph Merian Verlag, Basel
ISBN 978-3-85616-546-8
CHF 48.– / € 36,–

Montag, 30. April 2012

Aufgemöbelt


Basel.-
Im Historischen Museum Basel schlummert ein wahrer Schatz an kostbaren Möbeln. Jetzt hat ein Autorenduo die Objekte, das Handwerk und die Meister in intensiver Forschungsarbeit untersucht und dokumentiert. Das Resultat ist ein reich bebilderter Katalog mit Essays und einem umfassenden Verzeichnis der Basler Schreinermeister und Lehrlinge. Mit der Verquickung aus kunsthistorischer Perspektive und Überlegungen zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte setzen Stefan Hess und Wolfgang Loescher neue Massstäbe und machen «Möbel in Basel» zu einer spannenden und wertvollen Lektüre weit über Liebhaberkreise hinaus. 

In zwei Hauptbeiträgen widmen sich die Autoren der Kunst und dem Handwerk der Basler Schreiner. Zunächst untersuchen sie die Entwicklung des Handwerks im zünftigen Basel, wobei der Fokus auf der Ausbildung und der Erlangung der Meisterwürde sowie sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Aspekten liegt. Anschliessend stellen sie die Entwicklung der Typen und Stile anhand der erhaltenen Museumsobjekte dar.

Im Katalogteil dominieren, abgesehen von Ausnahmen wie dem Schatzschrank oder dem Häuptergestühl aus dem Münster, die nichtkirchlichen, profanen Objekte. Andere öffentliche Aufträge durch den Rat oder die Zünfte, wie das Türgericht im Regierungsratssaal des Rathauses oder das monumentale Buffet der Safran- und der Gartnernzunft, veranschaulichen das Repräsentationsbedürfnis der Institutionen. Die meisten der privaten Möbel lassen in Gestalt von Betten, Kommoden und Sekretären einen Hauch von Intimsphäre der Basler Handelspatriziats erahnen.

Wertvoll sind auch die Listen und Tabellen im Anhang. Sie erfassen die aktiven Meister, die zwischen den Anfängen des Schreinerhandwerks im 14. Jahrhundert und dem Ende des Ancien Régime (1798) tätig waren, ihre Herkunft und ihre Lehrlinge – nicht nur für zukünftige Forscher ein spannender Wissensbeitrag.

Historisches Museum Basel (Hg.)
Stefan Hess, Wolfgang Loescher
MÖBEL IN BASEL

Kunst und Handwerk der Schreiner bis 1798
388 Seiten, 215 meist farbige Abbildungen, gebunden
© 2012 Christoph Merian Verlag, Basel
ISBN 978-3-85616-545-1
CHF 48.– / € 36,–

Dienstag, 20. Dezember 2011

Bewegende Bilder



Freiburg.- Haben Sie schon einmal einen französischen Kommandanten beim Sackhüpfen oder Bilder von einem Jiu-Jitsu-Wettkampf auf dem Freiburger Münsterplatz in den 20er-Jahren gesehen? Eine neue DVD mit historischen Filmaufnahmen von Freiburg gibt Einblicke in ungewöhnliche Momentaufnahmen. Die neue DVD ist die Fortsetzung der ersten erfolgreichen, Ende 2010 erschienen DVD „Zerstörung, Wiederaufbau, Alltag“ mit bewegten Bildern aus der Geschichte Freiburgs von 1940 bis 1950.

In der DVD von Anita Bindner mit dem Titel „Freiburg im Breisgau. Der Film. Die Geschichte“, an deren Herstellung auch das Stadtarchiv beteiligt war, wurde unterschiedlichstes Filmmaterial aus vielen Quellen von 1910 bis 1970 zusammengestellt. Neben Aufnahmen von professionellen Filmemachern sind viele bisher unbekannte Streifen von privaten Hobbyfilmern zu sehen. Ausschnitte aus Werbefilmen wurden ebenso eingebaut wie offizielle Wochenschaubilder.

Zu sehen sind eine Bootsfahrt auf der Dreisam, studentisches Leben im Jahr 1926, durch das Martinstor marschierende SA, die Verladung von Panzern am Wiehrebahnhof, die Folgen der irrtümlichen Bombardierung Freiburgs durch deutsche Flieger 1940, Wintersport und Bergrennen auf dem Schauinsland, ein Passionsspiel auf den Kriegstrümmern rund ums Münster, paradierende Besatzungstruppen oder Rudi Dutschke in Freiburg.

Die DVD ist im Freiburger Stadtarchiv, in der Grünwälderstraße 15, im Museumsshop an Oberlinden oder im Buchhandel für 19,95 Euro erhältlich.

Mittwoch, 30. November 2011

Meisterwerke im Band

Basel.- Das Kunstmuseum Basel hat eine neue Sammlungspublikation «Kunstmuseum Basel. Die Meisterwerke» vorgestellt. Dieses reich bebilderte Buch erläutert 160 ausgesuchte Werke der Sammlung vor dem Hintergrund neuster Forschungsergebnisse. Für 2012 ist in einem zweiten Projektschritt die Online-Veröffentlichung des Gesamtbestandes der Gemälde, Skulpturen und neuen Medien geplant. Das Grossprojekt zur Erforschung und Publikation der Sammlung des Kunstmuseums Basel wurde von der Stiftung Patronatskomitee Basler Kunstmuseen ermöglicht.

Die Sammlung des Kunstmuseums Basel geniesst Weltruf. Sie umfasst Werke vom frühen 15. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart. Bis heute liegt kein Bestandskatalog der Sammlung vor. Als Abschiedsgeschenk der inzwischen aufgelösten Stiftung Patronatskomitee Basler Kunstmuseen wurde das Kunstmuseum Basel in die Lage versetzt, die Erforschung der Gemälde, Skulpturen und Installationen sowie der Foto-, Film- und Videoarbeiten entscheidend voranzutreiben.

Am 29. November 2011 erscheint der opulente Band «Kunstmuseum Basel. Die Meisterwerke» in einer deutschen, englischen und französischen Ausgabe. Jedes der 160 exemplarisch ausgewählten Werke wird einzeln erläutert und grosszügig abgebildet. Die Autoren, darunter namhafte Experten wie Prof. Dr. Gottfried Boehm und Prof. Dr. Werner Busch, beleuchten vor dem Hintergrund neuster Forschungsergebnisse in ausführlichen Besprechungen die unterschiedlichen Facetten der Kunstwerke.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt mit Start im Februar 2010 verfolgt dabei ein zweites Ziel: Neben den 160 in dem jetzt erscheinenden Band publizierten Werken werden insgesamt rund 4’500 Werke wissenschaftlich bearbeitet. Dies betrifft Zuschreibungs- und Datierungsfragen, Literaturrecherchen und die Aufarbeitung des aktuellen Forschungsstandes, sowie restauratorische Untersuchungen. Diese Ergebnisse werden laufend online auf der Homepage des Kunstmuseums veröffentlicht.

«Kunstmuseum Basel. Die Meisterwerke», hrsg. von Bernhard Mendes Bürgi und Nina Zimmer, 404 S., über 160 Farb-Abb., Hardcover, Hatje Cantz Verlag, Fr. 65.- Subskriptionspreis bis 31.12.2011: Fr. 58.-

Ein PDF des Buches können Sie hier anschauen:


Kunstmuseum Basel
St. Alban-Graben 8,
CH–4010 Basel
Telefon +41 61 206 62 06
www.kunstmuseumbasel.ch

Dienstag, 22. März 2011

Die 3land-Buchbesprechung: Übersichtlich angerichtet

3land.- So etwas nennt sich in der Sprache der Gastronomen und bei den im kulinarischen Insideraustausch Bewanderten ein „amuse geule“. Auf gut Deutsch: Appetithäppchen. Der Band „Schwarzwald. 66 Lieblingsplätze und 11 Lieblingsköche“ von Edi Graf, gerade erschienen im Gmeiner Verlag, bietet nämlich genau das: Gaumenkitzler in Form von Tipps und Beschreibungen für Ausflügler auf der Reise durch den Schwarzwald von Calw im Norden bis ins Wiesental und den Hotzenwald sowie Bad Säckingen im Süden (und auch mal quer), reich bebildert, gut aufbereitet.

Edi Graf schreibt lesbar, dem Titel angemessen essayistisch (mal mehr mal weniger) und hätte für diesen „Kultur- und Reiseführer“ (Pressemitteilung Gmeiner Verlag) sicherlich gerne auch mal mehr als eine Seite pro Lieblingsplatz verfasst. Doch mehr stand ihm nicht zur Verfügung: links ein Bild mit der Adresse des Tourismusbüros, rechts der Text mit Info-Einblockern. Es war sicherlich nicht einfach, zum Beispiel eine Stadt wie Freiburg mit ihrem vielfältigen Angebot samt allem Drum und Dran da hinein zu packen. Meist ist es Graf recht gut gelungen. Und so bietet dieser Band vor allem eines: die schnelle Übersicht für angehende „Genießer und Seelenbaumler“, wie es auf dem Rückumschlag heißt. Wer mehr wissen will, muss sich woanders informieren.

Das ist keine Kritik, denn genau an dieser Übersicht mangelt es oft, viele Autoren packen zu viel in ihre Beschreibungen, um auch ja möglichst vollständig zu sein. Doch das scheitert ohnehin meist an der Wirklichkeit. Es gäbe immer und überall noch etwas mehr zu berichten, je nach Auge und Vorlieben des Betrachters.

In diese Versuchung kommt der Führer aus dem Hause Gmeiner gar nicht erst, das verhindert schon das Konzept für diese gerade neu aufgelegte Reihe. Und das ist noch ein Pluspunkt: Ohne ein solches Konzept, ohne genau zu wissen, wohin man will und wie, ist ein Reise- und sonstiger Führer nichts als ein Sammelsurium.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Die in der Pressemitteilung des Gmeiner Verlages angesprochene Kultur drückt sich in diesem Fall oft darin aus, dass Graf Überlieferung und Legenden des jeweils vorgestellten Lieblingsortes aufgreift. Hinweise auf Theater und sonstige Kulturinstitutionen sind nicht die Regel. Dafür lässt der Band den Leser immer mal wieder mit dem Wunsch zurück: Etwas mehr wäre nicht schlecht. Aber genau dafür sind Apetithappen ja da. Und wo dieses Mehr zu finden ist - dazu bietet das Buch mit den runden Ecken ebenfalls diverse Hinweise.

Fazit, um im Bild zu bleiben: gut gewürzte Hausmannskost. Überkandidelt ist woanders. Petra Gabriel

Edi Graf
Schwarzwald
66 Lieblingsplätze und 11 Köche
192 Seiten, ca. 80 Abbildungen
20 x 12 cm
Erschienen: März 2011
Paperback
ISBN 978-3-8392-1156-4
14,90 €

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Hebel und mehr

"Lady Bass" Lindy Huppertsberg gastiert am 16. Oktober in Weil am Rhein

Weil am Rhein
.- Der neue Kulturkalender des vierten Quartals liegt in Geschäften und Informationsstellen in Weil am Rhein aus und verheißt einen reichen kulturellen Herbst. Im Mittelpunkt stehen im Oktober hervorragende Kirchenkonzerte und ein ungewöhnliches Projekt zum 250. Geburtstag von Johann-Peter Hebel vom 22. bis 24. Oktober unter dem Namen "Schatzkästlein" mit Musikern, Rezitatoren und Uraufführungen von Hebel-Vertonungen - acht Veranstaltungen an ausgesuchten Orten, die man sonst nicht zu sehen bekommt. Jeweils drei Veranstaltungen am Freitag und Samstag im privaten Gewölbekeller der Familie Kolz in Ötlingen, in der Raumfabrik Weil in Friedlingen (Gebäude von Herzog/deMeuron), im Wohnzimmer des Meierhofs (mit der Sonnenuhr) am Mühlenrain, im Innenhof des Weinguts Frey, im Garten des Altweiler Schlössli oder im Blauen Saal des Gasthauses "Hirschen" in Haltingen sind die typischen Kulissen für Kalendergeschichten und Gedichte, die aber von Jazzmusik, Chorgesang, Liedermachern untermalt und begleitet werden. Zu den Akteuren gehören Kabarettisten wie Martin Schley, Sängerinnen wie Colette Greder, Liedermacher wie Max Mundwiler, Jazzer wie Roman Rothen und Hansi Kolz, Hebel-Autoren wie Dieter A. Walz und Helen Liebendörfer sowie Oberbürgermeister Wolfgang Dietz und Kulturamtsleiter Tonio Paßlick. Die Informationsbroschüren dazu liegen in wenigen Tagen vor.

Der Konzertreigen beginnt am 3. Oktober mit dem Amphion Bläseroktett in der Altweiler Kirche. Am 17.Oktober werden Pia Scheibe und Johannes Lang in der Haltinger St.Georgskirche spielen, am 31. Oktober ist Marie-Odile Vigruex aus Frankreich zu Gast bei der Orgelkonzertreihe in der Katholischen Kirche St. Peter und Paul. Im Kesselhaus gibt es am 2. Oktober gleich einen Doppelevent mit Songwriterin Meike Koester und dem Shed-Club, am 16. Oktober veranstaltet das Kulturamt im Kulturcafé das zweite Konzert des Blues-Gitarristen Hary de Ville, dieses mal trifft er auf "Lady Bass" Lindy Huppertsberg und den Pianisten Dirk Raufeisen.

Das Kabarett "Maul- & Clownseuche" tritt am 30. Oktober auf. Kabarett gibt es im Theater am Mühlenrain bereits am 9. Oktober mit Volker Diefes, Situationskomik am 16. Oktober mit Kurt Knabenschuhe. Und am 30.Oktober ist der erste Abend der neuen Inszenierung der Brezelstädter Laienbühne mit "Schließ die Augen, denk an England". Die Gruppe Kultimo zeigt die Mundartkomödie "Großmutti git Gas" am 2. und 3. Oktober im Schulsaal von Ötlingen und am 13. Oktober im Haus der Volksbildung.

Der Ausstellungsbetrieb steht für die ungewöhnlich reiche Kunstlandschaft in Weil am Rhein. Während in der carhartt-gallery noch die Ausstellung "Public Provocations" Künstler von Amerika bis zum Iran zeigt, stellt der Kunstverein im Stapflehus noch den auf dem Hotzenwald lebenden Künstler Peter Schütz mit der Ausstellung "Landjäger - Malerei und Zeichnung" aus. Zwei international bedeutende Künstler werden ebenfalls im Oktober vorgestellt: vom 16. Oktober an Artur Stoll in der Galerie Stahlberger, vom 24. Oktober an der diesjährige Kunstpreisträger der Sparkassen-Stiftung, Bernd Völkle, in der städtischen Galerie Stapflehus. Das Vitra Design Museum präsentiert vom 2. Oktober seinen Planer: der kalifornische Architekt Frank O.Gehry wird mit seinen Arbeiten seit 1997 porträtiert. Das Vitrahaus selber ist am 18. Oktober auch Kulisse für das zweite "Weiler Gespräch" der Bürgerstiftung und des SWR mit dem Direktor des Museums, Alexander von Vegesack.

Noch bis Ende des Monats Oktober dauern die Ausstellungen im Landwirtschaftsmuseum und die Dauerausstellung im Museum Weiler Textilgeschichte, während bei der Ausstellung "Liebe ist…" im Museum am Lindenplatz das Rahmenprogramm beginnt. Dauerhaft sind dort auch Werke des Designers Hans-Theo Baumann zu sehen. Weitere Informationen auf der Homepage der Stadt Weil am Rhein unter www.weil-am-rhein.de oder der Stadtführer-Homepage www.onlinetour-weil.de

Freitag, 3. September 2010

Die CD-Besprechung: Eindeutig mehrdeutig

3land.- "spiegel splitter sprooch": Das kommt vom "zämme lese", dem Gedicht, das 1999 dem vierten Gedichtband von Markus Manfred Jung den ziemlich doppeldeutigen Titel gegeben hat. Mit dem Mehrdeutigen hat er es auch in "spiegel splitter sprooch", einer weiteren CD-Produktion mit dem Komponisten Uli Führe, die sprachlich mehrere Gedichtbände vereint. Dazu gibt es ein erklärendes Booklet. Das heißt, eigentlich sind es drei Compact CDs für die Uli Führe durch seine Musik der Mehrdeutigkeit mehr Eindeutigkeit gibt. Zumindest ab und an und da, wo es weiterhilft.

Alemannisch kann - für alle die dies nicht wissen - eine sehr bildhaft-drastische Sprache (sprooch) sein, die durchaus geeignet ist, dem einen oder anderen den Spiegel vorzuhalten. Und gleich darauf zerfällt das Bild in tausend Splitter. Denn Markus Manfred Jung hat es nun mal mit der Vieldeutigkeit. Er spielt damit. Und das greift Uli Führe mit seiner Musik einfühlsam auf. Aber auch er spielt, zum Beispiel mit verschiedenen Stilen.

Fazit: Diese neue Produktion der beiden Alemannen, die - jeder auf seine Weise - mit Tönen malen, der eine mit Worten, der andere in Noten, ist sicherlich das, was man ohrenfällig nennen könnte. Die Augenfälligkeit für die CD-Hülle lieferte Bettina Bohn, die schon den Gedichtband "verfranslet diine Flügel" illustriert hat, aus dem ebenfalls Gedichte dabei sind. Abgemischt wurde die Produktion von Michael Summ.

Uli Führe und Markus Manfred Jung haben für ihre CD-Produktion "Ikarus" den Jahrespreises 2007 der Schallplattenkritik bekommen.

"spiegel splitter sprooch" kostet 25 Euro
und ist bei Uli Führe und Markus Manfred Jung zu bekommen.

Sonntag, 15. August 2010

Bildhafte Tour

Freiburg.- Ohne viel Text und im Handtaschenformat zeigt das "Picturebook Freiburg“ auf 100 Seiten Eindrücke einer facettenreichen Stadt. Freiburger Fotografen haben Stadt und Region neu fotografiert und gewähren jenseits von Klischees Einblicke in das Lebensgefühl von heute: moderne und historische Architektur, Wissenschaft und Technik, Universität und Forschung, Musik und Theater.

Das von der FWTM herausgegebene zweisprachige Büchlein soll Lust auf Freiburg machen und vor allem auf touristischen Messen im In- und Ausland und im Kongress- und Messemarketing eingesetzt werden. Freiburger und Gäste können das „Picturebook Freiburg“ ab sofort für 4,50 Euro an der Tourist Information im Rathaus erwerben. Das Picturebook wird in Freiburg im Buchhandel, in Kiosken und in Museumsshops erhältlich sein.

Der Hauptteil der Fotos stammt von den Freiburger Fotograf Daniel Schönen und Karl-Heinz Raach, die ihre Stadt aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln zeigen: das Picturebook gewährt Einblicke in Hotels und Kneipen, Buchhandlungen und Handwerksstuben, Innenhöfe und Galerien; es vermittelt Eindrücke von Freiburgs schönsten Gebäuden, wichtigen Lebens – und Arbeitsräumen und den spannenden Kulturangeboten. Außerdem gibt es Aus- und Einblicke in die Highlights und die Vielseitigkeit von Oberrhein und Schwarzwald. Wer sich näher informieren will, findet zu jedem Bild die entsprechende Internetadresse.

Auch einige Stimmen wurden im Picturebook eingefangen: „Nur der Gutedel schmeckt besser“ wird Marktfrau Balbina Gross zitiert und Kabarettist Matthias Deutschmann stellt fest: „Freiburg ist fast so gut wie sein Ruf“. Neben einer Panoramaansicht der Stadt, in der die wichtigen Sehenswürdigkeiten markiert sind, gibt es auf der Umschlagklappe einen kurzen historischen Abriss.

Das deutsch-englische Picturebook wurde von der Medirata Agentur für Kommunikation realisiert.

Weiterführeinde Links:
Erlebnis Freiburg Katalog als eMagazin
Freiburg Film

Samstag, 12. Juni 2010

Im rosa Winkel - schwule Männer im 3. Reich

Freiburg.- Anlässlich der Publikation der Forschungsergebnisse des Historikers William Bill Schaefer zur Verfolgung homosexueller Männer in Südbaden durch die Nationalsozialisten laden der Verein Rosa Hilfe und die Stadt Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Breisgau-Geschichtsverein am Montag, 28. Juni, um 20 Uhr zu einer Informations- und Gedenkveranstaltung in das Winterer-Foyer des Theater Freiburg ein

Systematisch wurden schwule Männer als „Gefahr für die arische Rasse“ und Verbreiter der „Seuche“ Homosexualität erfasst und verfolgt. Es kam zu Kastrationen und Todesurteilen. Zur „Umerziehung durch Arbeit“ oder zur Vernichtung wurden viele Männer in Lager gesperrt, wo sie einen rosa Winkel zur Kennzeichnung an der Kleidung tragen mussten. Im Reich gab es zwischen 1933 und 1945 rund 53.000 Verurteilungen aufgrund des § 175 StGB.

Nach dem Empfang der Gäste durch Dirk Stefan Becker, Beauftragter für Historische Erinnerungsarbeit bei der Rosa Hilfe, und einem Grußwort von Bürgermeister Ulrich von Kirchbach berichtet William Schaefer über „Schicksale männlicher Opfer des §175 StGB in Südbaden 1933-1945“. Unter diesem Titel hat William Schaefer in einem Beitrag für die Zeitschrift des Breisgau-Geschichtsvereins Schau-ins- Land im letzten Jahr veröffentlicht,
was er bei seinen über zehnjährigen, angesichts der lückenhaften Quellenlage schwierigen Recherchen über die Verfolgung homosexueller Männer unter dem Nazi-Regime ermitteln konnte.

Zwischen 5.000 und 6.000 Männer wurden in Konzentrationslager verschleppt. Dort starben 61 Prozent von ihnen. Breiten Raum in Schaefers Bericht nimmt die Dokumentation der Schicksale einzelner Opfer ein. Nicht wenige der untersuchten Einzelfälle enden mit der Feststellung, dass Männer, die bereits Gefängnisstrafen verbüßt hatten, danach in Konzentrationslagern
ermordet wurden.

Die Veranstaltung soll nicht nur dazu dienen, auf eine verhältnismäßig kleine und bisher neben Juden, Sinti und Roma sowie Euthanasieopfern wenig beachtete Opfergruppe aufmerksam zu machen. Sie soll auch einen Beitrag zur öffentlichen Würdigung des Leides leisten, das diesen Menschen widerfahren ist. Wenn seine Gesundheit es zulässt, wird der mutmaßlich letzte noch
lebende Träger des Rosa Winkels anwesend sein - Rudolf Brazda, 97.

Im Anschluss an die Veranstaltung besteht Gelegenheit zum Gespräch mit dem Autor. Sonderdrucke der Abhandlung William Schaefers im „Schau-ins-Land“ können bei der Veranstaltung erworben werden.

Ort: Stadttheater, Bertoldstraße 46, Winterer-Foyer
www.rosahilfefreiburg

Montag, 12. April 2010

Neuerscheinungen: Skulptouren

Freiburg.- Unsere Wahrnehmung im Alltag besteht größtenteils in einer Routine der Nicht-Wahrnehmung, schreibt Freiburgs Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach in seinem Vorwort zu einem neuen Band, der Rundgänge zu Skulpturen im so genanntenöffentlichen Raum in Freiburg beschreibt. Er will den Blick zu schärfen und auf eine andere Sicht auf die Stadt aufmerksam zu machen: auf eine Stadt als großes Freiluftmuseum, das zum Kunstgenuss einlädt, ohne auch nur einen Moment museal zu erscheinen. Sechs verschiedene Stadtführungen schlägt diese Publikation vor, es sind Skulptouren, Wege zur Skulptur im öffentlichen Raum.

Sie schlagen den Weg Richtung Innenstadt ein, Richtung Wiehre, aber auch ins Institutsviertel der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Ein Weg der sich lohnt, schließlich verbindet die Alma Mater ihre Bauvorhaben mit Kunst-am-Bau-Projekten. Ein wenig versteckt finden sich hier Arbeiten von Künstlern mit internationalem Renommee wie Günther Förgs Bronzestelen oder Olaf Nicolais „Lampido. Teppich für einen Geologischen Garten“, eine Installation, die zum Verweilen einlädt. Jüngst ist Reiner Maria Matysiks „Augenloses“ hinzugekommen, ein amorphes Tierwesen, mit denen Matysik der Evolution unter die Arme greift.

Wer die sechs Touren macht, die alle die Länge eines Spazierganges haben und durch den integrierten Stadtplan gut erschlossen sind, erfährt nicht nur einiges über zeitgenössische Skulptur, sondern auch über Geschichte. So haben auch Gunter Demnigs „Stolpersteine“, die an im „Dritten Reich“ ermordete jüdische Mitbürger erinnern, in diesen Stadtführer Eingang gefunden oder Walter Schelenz’ „Mahnmal für die Opfer des Naziregimes“ aus dem Jahr 1975.

SKULPTOUR IN FREIBURG
Spaziergänge zu Skulpturen im öffentlichen Raum
2010. Hg.: Kulturamt der Stadt Freiburg,
Zusammenstellung und Text von Nicoletta Torcelli,
48 Seiten, 51 Farbabbildungen, 22 x 12 cm,
Klappenbroschur, Fadenheftung
6,00 EUR / 9,00 SFr
ISBN 978-3-86833-039-7

modo Verlag GmbH
Terlaner Str. 8
79111 Freiburg
Tel. + 49 (0) 7 61 44 999
www.modoverlag.de

Samstag, 10. April 2010

Hebel-Perspektiven

Basel.- Berührt uns der Kalendermann Johann Peter Hebel heute noch? Wie aktuell ist das, was er uns in seinen zweihundert Jahre alten Geschichten erzählt? Passt dazu auch eine heutige gestalterische Umsetzung? Am 10. Mai 2010 jährt sich der Geburtstag Johann Peter Hebels zum 250. Mal. Das ist für die Basler Hebel-Stiftung der Anlass, sich dem Werk des Dichters aus heutiger Perspektive zuzuwenden.

Bewusst haben sich die Autoren und Illustratoren des daraus einstandenen Bandes dabei nicht auf die Buchausgabe des «Schatzkästleins» (1811) beschränkt, sondern ihren Blick auf sämtliche Kalendergeschichten ausgedehnt. Aus dieser Fülle haben sie eine persönliche Wahl getroffen und die entsprechende Geschichte als Comic oder Illustration ins Bild gesetzt. Zusammengehalten werden die verschiedenen gestalterischen Zugänge und Bildwelten durch die Grobstruktur eines Kalenders, durch Chantal Ducommuns subtile grafische Bearbeitung und natürlich durch Johann Peter Hebel, dessen Kalendergeschichten im Originaltext die Illustrationen und Comics begleiten und verbinden.

Das Buch ist das Resultat einer Zusammenarbeit der Basler Hebelstiftung mit Parsua Bashi und Markus Kirchhofer (Comics) und Dozierenden und Studierenden der Abteilung Illustration der Hochschule Luzern – Design & Kunst. Die Studierenden haben das Thema kurz vor dem Abschluss ihrer Ausbildung im Rahmen eines Ausbildungsmoduls und unter Betreuung ihrer Dozenten Pierre Thomé, Susanna Stammbach und Mike McInnerney bearbeitet. In ihrer Wahl waren die Beiträger vollständig frei. Die einzige Bedingung war, dass die Geschichte gestalterisch in die Gegenwart übersetzt werden sollte.

Da von Anfang an klar war, dass der Band – eine Hommage an den Kalendermann Hebel – die Struktur eines Kalenders mit zwölf Monaten haben sollte, waren entsprechend zwölf Geschichten zu gestalten. Vier wurden als Comics in Auftrag gegeben, acht sollten von den Studierenden im Wettbewerb bearbeitet werden. Aus den entstandenen Arbeiten wurden acht für den Druck ausgewählt.

Die Herausgeberin
Die Basler Hebelstiftung ist eine grenzüberschreitend tätige Institution, die den Zweck hat, das mündlich überlieferte Testament des in Basel geborenen Dichters Johann Peter Hebel in seinem Heimatort Hausen im Wiesental zu erfüllen. In Basel bemüht sich die Stiftung darum, die Erinnerung und das Interesse an Hebel wachzuhalten. Zum Jubiläum war es ihr Ziel, mit einem nachhaltigen Projekt jüngere Generationen für Hebel zu interessieren und junge Berufsleute im Sinne Hebels zu fördern

Johann Peter Hebel
Kalendergeschichten
in Comics & Illustrationen
Basler Hebelstiftung (Hrsg.)
Schwabe Verlag
2010. 64 Seiten. Gebunden.
zahlr., farbige Abb. und Illustrationen.
sFr. 25.- / € (D) 17.50 / € (A) 18.-
ISBN 978-3-7965-2646-6
http://www.schwabe.ch/index.php?id=443&tt_products[backPID]=230&tt_products[product]=4244

Freitag, 22. Januar 2010

Blue Babies und ein Wohlfühl-Album



Freiburg.- Kurz vor dem Jahrestag ihres 18-jährigen Bestehens hat die Ska-Band „Blue Babies“ ein neues Album eingespielt: Das Baby hört auf den Namen „F.B.I. (Fast Beat Inc.)“ und wird am Freitag, 29. Januar 2010 bei Jazzhaus Records veröffentlicht. Der Tonträger enthält elf Songs, davon acht selfmade, "mit feinen Fast- und Offbeats garniert, die zum Hinternwackeln animieren, aber auch großartige neue und für die Babies eher untypische Sounds". Das verspricht jedenfalls die Pressemeldung zum Release. Und das mit dem Hinternwackeln stimmt. Ohne geht nicht.

Gemeinsam mit dem Produzenten Philipp Rauenbusch, Bassist der Gruppe „Reamonn“, haben sich die Blue Babies den gesamten Sommer 2009 im Studio eingeschlossen und an den Songs und Aufnahmen getüftelt. Währenddessen kamen auch altbekannte Musikerkollegen vorbei, die das Album durch die ein oder andere musikalische Duftnote bereicherten: So hat beispielsweise der ehemalige Babies-Kollege und jetzige Reamonn- Gitarrist Uwe „Magic“ Bossert seine Gretsch für ein Gitarren-Solo ausgepackt und Robert Solomon, Posaunist der Ska-Kollegen von „The Busters“, veredelte einen Song mit seinem Horn.

Besonders bemerkenswert ist die stilistische Bandbreite, die sich auf dem Longplayer widerspiegelt: Der Offbeat, das typische Grundelement der Babies, wird immer wieder durch Schlenker aufgebrochen. So gibt es neben Country, Polka und indischen Klängen sogar balladeske Ausflüge. Die Scheibe ist geprägt von der besonderen Klangfärbung der Instrumentierung, dem Markenzeichen der Truppe: Mit Akkordeon und Saxophon sowie Kontrabass, Stromgitarre, Schlagzeug und zweimal Gesang sind sowohl die eigenen Songs, als auch die Coverversionen gut tanzbar.

Der weltweite Vertrieb von „F.B.I. (Fast Beat Inc.)“ startet ab Freitag, dem 29. Januar 2010 und ist auch digital auf allen bekannten eShops verfügbar.

www.bluebabies.de

Besetzung:
Nikolaus Halfmann – Saxofone
Matthias Conzelmann – Kontrabass, Stimme
Rainer Lenz – Akkordeon, Stimme
Michael Schillinger – Schlagzeug, Percussion
Andreas Kopfmann - Gitarren
Weitere Infos zur Band, zur CD und einige Hörbeispiele unter: www.bluebabies.de
www.myspace.com/bluebabies01

Platten-Label:
Jazzhaus Freiburg GmbH:
Jazzhaus Records
ilg@jazzhausrecords.com
www.jazzhausrecords.com
www.myspace.com/jazzhausrecords

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Von 3land-Autoren: „Die Kinder von Shangrila. Geschichten aus dem heutigen Nepal"

Foto: C.Gysin und C.Platz; Copyright C.Gysin

Basel.- Das Buch „Die Kinder von Shangrila. Geschichten aus dem heutigen Nepal", unlängst erschienen im Schwabe Verlag Basel, beschreibt auf 272 Seiten in Wort und Bild den nepalischen Alltag der Gegenwart. Die Leser lernen eine Nation an der Schwelle zwischen alter Hindutradition und moderner Demokratie kennen; Reportagen, Porträts und Hintergrundberichte sind die hier verwendeten Stilmittel. Außerdem widmet sich der Band in einigen Schwerpunktkapiteln den vergessenen, armen und schlecht erschlossenen Regionen des Westhimalya, die seit Jahren kaum touristisch bereist werden - und über die in den Medien fast nie berichtet wird.

Shangrila heisst ein wundersames Land aus der buddhistischen Mythologie, das irgendwo versteckt im Himalaya liegen soll: Ein Ort der Freundlichkeit, Hort der Menschlichkeit und sanften Ruhe. Nepal ist ein realer Schauplatz am Fuss des Himalaya: Eines der zehn ärmsten Länder unserer Welt, das zwischen 2001 und 2006 von einem Bürgerkrieg erschüttert wurde - was seine Situation noch beträchtlich verschlimmert hat. Die Autoren Christian Platz (Texte) und Christoph Gysin (Fotos) ermöglichen damit, sie auf ihrer Reise nach Shangrila zu begleiten, auf der sie harten Realitäten und wunderbaren Menschen begegnen und mythologischen Traumpfaden folgen.

Seit dem Bürgerkrieg sieht sich die nepalische Gesellschaft mit grosse, schmerzhaften Herausforderungen konfrontiert. Vor über zehn Jahren reisten drei junge Pflegende aus Europa nach Kathmandu, in der Absicht eine kleine Hilfsorganisation auf die Beine zu stellen. Aus bescheidenen Anfängen ist mit der Zeit der gemeinnützige Verein "Govinda" entstanden, der sich heute in Nepal um über 5000 Bedürftige kümmert. Diese Aktivitäten finden vor Ort unter dem Projektnamen "Shangrila" statt.

Der Verein "Govinda"
Der gemeinnützige Verein „Govinda" kümmert sich in Nepal im Rahmen verschiedener Projekte seit über zehn Jahren um über 5000 Bedürftige. Der Verein hat drei miteinander vernetzte Standorte: In Deutschland, in der Schweiz und in Kathmandu, Nepal In Nepal finden die Aktivitäten von „Govinda" unter dem Namen „Shangrila" statt.

Die Autoren
Christoph Gysin (geboren 1963) ist Fotograf und frei schaffender grafischer Gestalter. Christian Platz (geboren 1965) ist freiberuflich tätiger Journalist, Texter und Autor. Beide leben und arbeiten in Basel-Stadt. Erschienen ist das Buch im Herbst/Winter 2009 im Schwabe Verlag Basel.

Bibliografie
Die Kinder von Shangrila. Geschichten aus dem heutigen Nepal
Texte Christian Platz, Fotos Christoph Gysin
2009. 272 Seiten. 251 Abbildungen, davon 249 in Farbe. Gebunden.
sFr.48.-/ € (D) 34.-/ € (A) 35.-
ISBN 978-3-7965-2605-3

Verlag
Schwabe AG
Steinentorstrasse 13
CH-4010 Basel

Allerlei Zweifel in der Eifel

Wer noch immer glaubt, Liebe und Mordlust haben nichts miteinander zu tun, wird vom Leben manchmal eines Besseren belehrt. Und wenn dann auc...